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Deutsche Fregatte kehrt zurück in die Heimat

Wilhelmshaven  

Deutsche Fregatte kehrt zurück in die Heimat

18.12.2020, 07:38 Uhr | dpa

Deutsche Fregatte kehrt zurück in die Heimat. Fregatte "Hamburg"

Das Boardingteam der Fregatte "Hamburg" seilt sich auf das Frachtschiff "Roseline A" ab. Foto: Bundeswehr/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die deutsche Fregatte "Hamburg" wird an diesem Sonntag nach ihrem Einsatz zur Kontrolle des UN-Waffenembargos gegen Libyen zurück in der Heimat erwartet. Das Einlaufen im Marinestützpunkt in Wilhelmshaven sei gegen 10 Uhr geplant, sagte Kommandant Jan Fitschen der Deutschen Presse-Agentur. Entgegen den ursprünglichen Planungen werde wegen der strengen Corona- Beschränkungen aber kein Empfang der Besatzung auf der Pier möglich sein.

Die mehr als 200 deutschen Soldaten an Bord der "Hamburg" hatten seit August im Rahmen der EU-Operation "Irini" Frachtschiffe kontrolliert, die im Mittelmeer in Richtung Libyen unterwegs sind. Dabei stoppten sie unter anderem einen Tanker, der illegal Kerosin in das Bürgerkriegsland bringen sollte. Für Aufsehen sorgte zudem die Durchsuchung eines verdächtigen türkischen Containerschiffes. Sie musste wegen eines Vetos der türkischen Regierung abgebrochen werden.

"Rückblickend kann ich sagen, dass wir eine sehr ereignisreiche und schöne Zeit im Einsatz hatten", sagte Fitschen im Gespräch mit der dpa. Entgegen den ursprünglichen Erwartungen habe man mehr als nur einen symbolischen Beitrag zur EU-Operation geleistet.

Besonders war der Einsatz vor allem auch wegen der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie. So durften die deutschen Soldaten bei Hafenaufenthalten nicht wie sonst das Schiff verlassen, um ein Einschleppen des Virus zu verhindern. Unter dem Strich habe man es auf dem Schiff aber gar nicht so schlecht gehabt, sagte Fitschen. "Wir mussten keine Masken tragen, wir durften gemeinsam essen, wir durften Feierlichkeiten in größerem Rahmen machen." Diese Freiheiten habe man derzeit in Deutschland nicht.

Derzeit unterstützt die Bundeswehr die Operation "Irini" wieder mit einem Seefernaufklärungsflugzeug des Typs P-3C Orion. Grundlegendes Ziel des Einsatzes ist die Stabilisierung des nordafrikanischen Bürgerkriegslandes sowie die Unterstützung des UN-geführten politischen Friedensprozesses. Neben Waffenschmuggel soll er auch Öl- und Kraftstoffschmuggel verhindern.

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