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Prozessauftakt: Frau rettet sich vor Messerstecher

Itzehoe  

Prozessauftakt: Frau rettet sich vor Messerstecher

18.12.2020, 11:15 Uhr | dpa

Prozessauftakt: Frau rettet sich vor Messerstecher. Landgericht Itzehoe

Die Sonne scheint auf den Eingangsbereich des Landgerichts Itzehoe. Foto: Frank Molter/dpa/archiv (Quelle: dpa)

Vor dem Landgericht Itzehoe hat am Freitag der Prozess gegen einen 47-jährigen Mann wegen versuchten Totschlags begonnen. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, am 6. Juli in Heide seine Frau mit einem Messer niedergestochen zu haben. Die damals 30-Jährige hatte sich mit einem Sprung aus einem Fenster im ersten Stock der gemeinsamen Wohnung gerettet. Nach der Verlesung der Anklageschrift wurde die Verhandlung unterbrochen. Der Prozess soll am 7. Januar fortgesetzt werden.

Der Angeklagte habe den Tod seiner Frau, die im Prozess als Nebenklägerin auftritt, "billigend in Kauf genommen", sagte die Staatsanwältin. Der zur Tatzeit 46-Jährige habe seine schlafende Frau geweckt, um einen Streit fortzusetzen. Als sie nicht reagierte, habe er ein Messer genommen und mehrfach auf sie eingestochen. Das Opfer wurde am Bauch, am Rücken, den Unterarmen und den Händen verletzt. Die Frau rettete sich mit dem Sprung aus 3,50 Meter Höhe. Während einer Not-Operation musste der lebensgefährlich Verletzten die linke Niere entfernt werden.

Die neun Jahre alte gemeinsame Tochter hatte sich ebenfalls in der Wohnung befunden. Nach Polizeiangaben aus dem Juli hatte das Kind nichts von dem blutigen Streit zwischen den Eltern mitbekommen.

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