Sie sind hier: Home > Regional >

Kommunen machen Vorschlag für zügige Impfungen auf Inseln

Jever  

Kommunen machen Vorschlag für zügige Impfungen auf Inseln

21.12.2020, 06:01 Uhr | dpa

Kommunen machen Vorschlag für zügige Impfungen auf Inseln. Sven Ambrosy

Sven Ambrosy, Landrat des Kreises Frieslands, schaut in die Kamera. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa (Quelle: dpa)

Die Bürgermeister der ostfriesischen Inseln haben dem Land Niedersachsen einen Vorschlag gemacht, wie Inselbewohner schneller gegen das Coronavirus geimpft werden könnten. Auch die Landräte der Kreise Aurich, Wittmund, Leer und Friesland unterstützen die Idee.

Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD) sagte, sofern ausreichend Impfstoff verfügbar sei, könnten die Menschen auf den Inseln quasi durchgeimpft werden und zwar von den mobilen Teams, die schon zu Beginn für die Impfungen besonders gefährdeter Gruppen anreisen sollen.

Wie überall in Niedersachsen ist auch auf den Inseln geplant, mit mobilen Impfteams zunächst besonders von dem Coronavirus gefährdete Menschen zu impfen, etwa in Altenheimen. Es sei aber offen, ob die mobilen Impfteams auch noch andere Teile der Bevölkerung auf den Inseln impfen dürften. Diese Möglichkeit soll vom Land nun geprüft werden.

Für diese Variante spreche zum einen das Infektionsrisiko, das von Touristen ausgehe, sobald Reisen wieder zugelassen werden werde. Auch der Aufwand, die Impfstoffe auf die Inseln zu bringe, spreche für diese Variante, sagte Landrat Ambrosy.

Die Versorgung der Inseln mit Impfstoffen stellt die Kreise vor logistische Herausforderungen. Die Fährverbindungen zu den Inseln Wangerooge, Spiekeroog, Baltrum und Juist sind abhängig von den Gezeiten und verkehren daher nicht regelmäßig. Hinzu kommen besondere Anforderungen an den Impfstoff-Transport, der Stoff der Firmen Biontech und Pfizer muss etwa bei minus 70 Grad gelagert werden. Eigene Impfzentren wie auf dem Festland sind für die Inseln nicht geplant.

Bei der Besprechung der Inselkommunen und der Landkreise, bei der auch Vertreter des Landes anwesend waren, wurde laut Teilnehmern vom Land zugesagt worden, den Vorschlag zu prüfen. Infrage komme die Variante demnach aber nur unter einer Voraussetzung: "Das Land hat ganz eindeutig gesagt, dass das abhängig ist von der Menge an Impfstoff, der verfügbar ist", sagte Ambrosy.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal