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Situation in Krankenhäusern: "Sind schon wieder am Limit"

Bad Saarow  

Situation in Krankenhäusern: "Sind schon wieder am Limit"

21.12.2020, 16:18 Uhr | dpa

Situation in Krankenhäusern: "Sind schon wieder am Limit". Covid-19-Patienten nach Berlin verlegt

Krankenwagen stehen auf dem Hof der Leitstelle Lausitz für die Verlegung von Covid-Patienten nach Berlin bereit. Foto: ---/Stadt Cottbus/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Trotz Verlegungen von Corona-Patienten nach Berlin und Sachsen-Anhalt bleibt die Lage in den Krankenhäusern in Südbrandenburg angespannt. "Wir sind schon wieder am Limit", sagte Anne Holzschuh, Sprecherin am Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Auf einen Hilferuf Anfang Dezember hätten sich rund 40 freiwillige Pflegekräfte gemeldet. "Das ist ein guter Rückruf für uns", sagte Holzschuh. Das Klinikum plane gerade, wie die Freiwilligen eingesetzt werden sollen. Eine Pflegekraft für die Intensivstation habe man durch den Aufruf bereits einsetzen können.

Im Carl-Thiem-Klinikum werden den Angaben zufolge derzeit 64 Patienten behandelt, die an Covid-19 erkrankt sind, davon 16 auf der Intensivstation.

Auch im Klinikum Niederlausitz ist die Situation weiter kritisch, wie Sprecherin Kristin Dolk bestätigte. "Wir sind noch aufnahmefähig, verlegen aber auch viel." Allein 23 Covid-19-Patienten seien in der vergangenen Woche von anderen Krankenhäuser aufgenommen worden, die meisten in Berlin. Die Zahl der Covid-19-Patienten stieg demnach von 43 auf durchschnittlich 45 Patienten pro Tag.

Die Mitarbeiter besonders in den Pandemie-Bereichen und in der Notaufnahme erhalten immer mehr Unterstützung durch Helfer, wie es vom Klinikum hieß. Nach dem Aufruf hätten sich mittlerweile 180 Helfer gemeldet. 29 von ihnen seien als Hilfskräfte eingestellt worden, 20 weitere Einstellungen seien schon geplant.

Das Helios Klinikum Bad Saarow (Oder-Spree) ist nach eigenen Angaben für Covid-19-Patienten gut aufgestellt. "Da in unserem Landkreis eine sehr dynamische Entwicklung an Covid-19-Infektionen herrscht, bewerten wir die Lage täglich neu und können auch kurzfristige Anpassungen der Bettenkapazitäten vornehmen", sagte Sprecherin Anja Paar. Sollte das Klinikum an seine Kapazitätsgrenzen gelangen, würden Patienten innerhalb des regionalen und überregionalen Netzwerkes des Klinikums verlegt. Der Kreis hatte am Sonntag wegen einer Zuspitzung der Corona-Lage ein Großschadensereignis ausgerufen. Damit soll die notwendige Verlegung von Patienten mit Hilfe des Katastrophenschutzes koordiniert werden.

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