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Geflügelpest in Nutztierstall: 17 000 Puten getötet

Cloppenburg  

Geflügelpest in Nutztierstall: 17 000 Puten getötet

21.12.2020, 17:09 Uhr | dpa

Geflügelpest in Nutztierstall: 17 000 Puten getötet. Puten im Stall

Zahlreiche Puten stehen in einem Stall. Foto: Carmen Jaspersen/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die Geflügelpest ist in Niedersachsen auch in der gewerblichen Geflügelhaltung angekommen. Betroffen ist ein Betrieb in der Stadt Cloppenburg. Am Montag mussten in der Folge 17 000 Putenhähne vorsorglich getötet werden, teilte der Landkreis mit. Zuvor berichtete die "OM-Mediengruppe" über den Ausbruch.

Dem Landkreis zufolge wurde das Virus des Typs H5 in einem Betrieb mit mehreren Ställen nachgewiesen. Am Sonntag habe das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) das positive Testergebnis eines Privatlabors bestätigt. Das Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems habe das Virus inzwischen bestätigt, sagte der Geschäftsführer des Niedersächsischen Geflügelwirtschaftsverbandes, Dieter Oltmann.

Rings um den betroffenen Betrieb wurde ein Sperrbezirk von drei Kilometern und ein Beobachtungsbezirk von zehn Kilometern eingerichtet. Geflügel darf in diesen Bereichen nicht transportiert werden und der Gesundheitszustand der Tiere wird fortlaufend erfasst. Eine Ausbreitung auf andere Betriebe soll so verhindert werden. Innerhalb von drei Kilometern um die betroffenen Ställe werden bis zu 300 000 Stück Geflügel gehalten.

Seit dem 4. November gab es mehr als 40 Funde von Tierkadavern mit dem für Tiere hoch ansteckenden Virus, darunter auch in einer Hobbyhaltung im Kreis Aurich. Dieser ist der erste Fall in einem Profibetrieb. "Die Sorge, dass etwas passiert, ist jetzt natürlich größer geworden", sagte Oltmann. Der Landkreis Cloppenburg und die Nachbarkreise gehörten zur Hochburg der Geflügelhaltung in Niedersachsen. Die Einhaltung der Hygieneregeln auf den Betrieben sei nun unumgänglich. "Nachlässigkeit kann sich keiner mehr leisten", sagte Oltmann.

Die letzte große Geflügelpest-Welle gab es vor vier Jahren, vor allem in den Kreisen Oldenburg und Cloppenburg. Allein der Tierseuchenkasse entstand damals ein Schaden von bis zu 17 Millionen Euro.

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