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Langjährige Haftstrafen für Automatensprenger

Fulda  

Langjährige Haftstrafen für Automatensprenger

23.12.2020, 15:44 Uhr | dpa

Langjährige Haftstrafen für Automatensprenger. Landgericht Fulda

Der Schriftzug "Landgericht" hängt an der Fassade des Landgerichts Fulda. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach der Sprengung mehrerer Geldautomaten hat das Landgericht Fulda am Mittwoch drei Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts haben sie sich der Herbeiführung von Sprengstoff-Explosionen, des Diebstahls sowie der Vorbereitung von Explosionen schuldig gemacht. In wechselnder Besetzung hätten sie Geldautomaten in Osthessen gesprengt und dabei rund 264 000 Euro erbeutet. Die beiden 46 und 40 Jahre alten Hauptangeklagten sollen sieben Jahre und drei Monate ins Gefängnis, der 42-Jährige wurde zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt.

Nach einem mehrmonatigen Indizienprozess kam das Gericht zu dem Schluss, dass die Angeklagten am 23. Oktober 2017 einen Geldautomaten in Nüsttal-Hofaschenbach (Landkreis Fulda) gesprengt und dadurch rund 50 000 Euro Schaden verursacht haben. Der Geldautomat, befüllt mit 122 000 Euro, hatte der Explosion jedoch standgehalten. Bei der Sprengung eines Automaten in Kalbach-Uttrichshausen (Landkreis Fulda) am 6. Dezember 2017 erbeuteten die Täter 264 200 Euro. Der Sachschaden: rund 44 000 Euro. Am 24. Februar 2018 entstand rund 50 000 Euro Schaden an einem Automaten in Hohenroda-Mansbach (Landkreis Hersfeld-Rotenburg). Wie im ersten der drei Fälle erbeuteten die Täter aber kein Geld.

Die drei Angeklagten hatten die Tatvorwürfe vor Gericht bestritten. Die Polizei hatte DNA-Spuren gesichert und Handy-Daten analysiert. Kurz nach der Automatensprengung in Hofaschenbach war in Hofbieber im Landkreis Fulda ein Auto geblitzt worden. Bei einer Polizeikontrolle hatten Beamte in einem Auto Klebeband, einen Elektroschocker, Hebelwerkzeug und eine Geldzählmaschine sichergestellt. Im Navi waren 32 Adressen von Banken eingespeichert.

Der Richter unterstrich die hohe kriminelle Energie der Angeklagten, die alle vorbestraft sind und bereits Gefängnisstrafen abgesessen haben. Nach monatelanger Überwachung hatte die Polizei das Trio festgenommen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Die Verteidiger der beiden 46 und 42 Jahre alten Angeklagten haben bereits angekündigt, Revision einlegen zu wollen. Der Anwalt des 40-Jährigen will erst mit seinem Mandanten sprechen.

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