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Suche nach Wahlhelfern wegen Corona-Pandemie erschwert

Suche nach Wahlhelfern wegen Corona-Pandemie erschwert

24.12.2020, 12:02 Uhr | dpa

Suche nach Wahlhelfern wegen Corona-Pandemie erschwert. Wahlhelfer im Einsatz

Wahlhelfer sortieren die roten Wahlbriefe mit den abgegebenen Stimmen für die Bundestagswahl 2017. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Wegen der Corona-Pandemie haben viele rheinland-pfälzische Kommunen Probleme, genügend freiwillige Helfer für die Landtagswahl am 14. März zu finden. "Die freiwilligen Meldungen sind bislang leider spärlicher ausgefallen als üblich", teilte eine Sprecherin der Stadt Kaiserslautern auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Vor allem ältere Menschen stellen sich dafür aktuell nicht gerne freiwillig zur Verfügung." Die Stadt versuche, über vermehrte Presseaufrufe und Zufallsanschreiben an Wähler, neue Freiwillige zu gewinnen. "Im Notfall müssen wir per Zufallsprinzip Bürgerinnen und Bürger dazu verpflichten", hieß es weiter.

Pirmasens und Landau rechnen ebenfalls mit weniger freiwilligen Helfern. Es sei aufgrund von Erkrankungen und des erhöhten Infektionsrisikos mit einer "abnehmenden Bereitschaft zum ehrenamtlichen Wahldienst" zu rechnen, teilte die Stadt Pirmasens mit. In Landau geht die Stadt deshalb aktiv auf die Bürger zu, wie ein Sprecher mitteilte. Erstmals habe man 500 zufällig ausgewählte Landauer angeschrieben und um Hilfe gebeten. Zudem bestehe die Möglichkeit, Bürger zum Ehrenamt zu verpflichten. "Das wird aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht notwendig werden."

Auch die Stadt Trier hat aktiv vor allem junge Menschen angeschrieben. "Hier haben wir eine sehr positive Resonanz erfahren", teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Einige Wahlhelfer, die bei vorherigen Wahlen eingesetzt waren, hatten abgesagt. Sie gehörten entweder einer Risikogruppe an oder ihnen sei die Tätigkeit angesichts der Pandemie generell zu gefährlich, teilte die Stadt mit. "Vereinzelt haben Personen hingegen auch abgesagt, da sie nicht bereit waren, während der Auszählung einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen." Die Pandemie erschwere vor allem die Planbarkeit, da sich viele Wahlhelfer noch nicht festlegen wollten.

"Wir gehen davon aus, dass es durch die Corona-Pandemie schwerer wird als in "normalen" Jahren", teilte die Stadt Koblenz mit. Zurzeit beginne man aber erst mit der Akquise der Wahlhelfer. Aus Mainz klingen hingegen positivere Töne an: Die Suche nach Freiwilligen sei nie einfach, teilte die Stadt auf Anfrage mit. Bislang habe sich die Besetzung der Wahlhelfer aber nie als Problem herausgestellt.

Doch nicht nur die Suche nach den Wahlhelfern sei schwerer, auch falle mehr Arbeit an, teilte die Stadt Speyer mit. "Um auf die Hygiene- und Abstandsregeln hinzuweisen und deren Einhaltung zu überwachen, werden tendenziell sogar mehr Kräfte benötigt als üblich."

Wegen der Corona-Pandemie sollen laut den Kommunen auch in den Wahllokalen strenge Hygienevorschriften herrschen. Desinfektionsmittel, Maske und Abstand seien entscheidend. "Von Seiten des Landeswahlleiters wurde ein einheitliches Hygienekonzept für die Landtagswahl erstellt", teilte die Stadt Koblenz mit. In Landau wurden zudem alle Wahllokale auf ihre Eignung überprüft. Zwei Wahllokale in Seniorenheimen wurden verlegt.

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