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Bauern beenden ihre Proteste nach Zugeständnissen von Aldi

Hesel  

Bauern beenden ihre Proteste nach Zugeständnissen von Aldi

30.12.2020, 07:36 Uhr | dpa

Bauern beenden ihre Proteste nach Zugeständnissen von Aldi. Bauern protestieren

Traktoren stehen vor einem Lkw in der Zufahrt zum Zentrallager von Aldi. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Bauern-Proteste vor Aldi-Lagern in Niedersachsen sind vorerst beendet. Dies sagte der Sprecher der Protestbewegung, Anthony Lee, am Mittwoch. "Mit Aldi sind wir in den Verhandlungen weitergekommen, zumindest was die Butterpreise angeht", so der Landwirt. Proteste vor Lagern anderer Lebensmittelhändler schloss der Sprecher in den kommenden Tagen nicht aus.

Ein Sprecher von Aldi-Nord teilte mit, das Unternehmen habe den Landwirten zugesichert, kurzfristig weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der deutschen Landwirtschaft umzusetzen. Demnach wollen Aldi Nord und Aldi Süd konventionelle und Bio-Frischmilch nur noch aus Deutschland beziehen. Das Unternehmen strebe langfristige Verträge an, um den Landwirten eine bessere Planungssicherheit zu geben.

Nach dem Ende der Proteste vor Aldi-Lagern am späten Dienstagabend versammelten sich Landwirte mit Traktoren vorübergehend vor Lagern anderer Lebensmittelhändler, etwa von Edeka und Lidl. Der Druck solle aufrecht erhalten werden, denn die Probleme seien noch nicht gelöst, so der Sprecher der Bauern, Lee. Die für den 13. Januar geplante Videokonferenz mit Landespolitik, Handel, Verarbeitern und Landwirten ist ihm zufolge ein erster Schritt. Es brauche dringend bundesweite Lösungen.

Aldi verwies auf viele Gespräche mit Vertretern der Landwirtschaft und zeigte Verständnis für deren Probleme. Das Unternehmen werde aktiv an Lösungen arbeiten, so der Sprecher. Die strukturellen Herausforderungen könnten allerdings nur im Zusammenspiel mit der Politik, der lebensmittelverarbeitenden Industrie wie den Molkereien und den Verbrauchern gelöst werden. "Wir suchen den Dialog mit allen Beteiligten der Wertschöpfungskette, um hier weitere Verbesserungen zu erreichen", so der Aldi-Sprecher.

In den vergangenen Tagen hatten Landwirte mit Hunderten Traktoren ein Aldi-Lager in Hesel im Landkreis Leer blockiert. Hintergrund der Proteste auch vor anderen Aldi-Lagern in Niedersachsen war eine angekündigte Senkung der Butterpreise. Auch in Bundesländern wie Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen machten Bauern mit ihren riesigen Fahrzeugen auf ihre Lage aufmerksam. Sie fordern faire Preise für ihre Produkte.

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