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Nichts geht mehr im Harz: Verkehrschaos bei Torfhaus

Altenau  

Nichts geht mehr im Harz: Verkehrschaos bei Torfhaus

02.01.2021, 11:54 Uhr | dpa

Nichts geht mehr im Harz: Verkehrschaos bei Torfhaus. Autos parken auf einem Großraumparkplatz im Harz.

Autos parken auf einem Großraumparkplatz im Harz. Foto: Swen Pförtner/dpa (Quelle: dpa)

Der Ansturm auf die Ausflugsgebiete im Harz hat am Wochenende zu chaotischen Verkehrsverhältnissen geführt. Wanderer und Rodler steuerten die Parkplätze in den teils verschneiten Orten schon am Samstagmorgen an. "Wir haben hier Chaos hoch drei, es bricht alles zusammen", sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Goslar am Mittag. "Es geht so gut wie gar nichts mehr, einige Autos sind auch liegengeblieben. Es ist zu viel los." In Absprache mit den Straßenmeistereien wurde nachmittags die Bundesstraße 4 stundenweise am Ortsausgang Bad Harzburg in Richtung Torfhaus einseitig gesperrt.

Die Landesstraße 504 von Altenau nach Torfhaus wurde zuvor bereits zur Einbahnstraße aus dem Harz heraus umfunktioniert. "Aber wenn wir nicht präsent sind, machen manche, was sie wollen. Das ist sehr unvernünftig", sagte der Polizeisprecher. Man würde auch Anzeigen wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten ausstellen, aber dafür reiche momentan nicht die Zeit.

Schon am Vormittag twitterte die Polizei Goslar, dass die Parkplätze weitgehend ausgelastet seien und sich auf der B4 ein langer Stau bilde. Sie appellierte an Tagesauflügler, weiträumig auf andere Bereiche im Harz auszuweichen und die Rettungswege frei zu halten. Der Großraumparkplatz in Torfhaus war überfüllt, viele Autofahrer parkten am Straßenrand.

Einen Massenandrang gab es auch auf dem beliebten, etwa neun Kilometer langen Goetheweg von Torfhaus zum Brocken. In Braunlage war ebenfalls einiges los: Die Kennzeichen der Autos deuteten auf Besucher überwiegend aus der Region hin - viele kamen demzufolge aus Hannover und dem Umland -, aber auch Berliner und Hamburger waren vertreten. In Niedersachsen gibt es keine Beschränkung für Tagestouristen.

Die Schlepplifte sind coronabedingt geschlossen, zahlreiche Familien sowie Gruppen machen sich jedoch zu Fuß auf den Weg. Bereits in den vergangenen Tagen hatten sich die Autos in Ausflugsorten kilometerlang gestaut. Wegen Überfüllung rät die Polizei weiter von Ausflügen in den winterlichen Harz ab. "Ich denke, am Sonntag wird es genauso sein wie heute", befürchtete der Polizeisprecher.

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