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Schnee bis ins Tiefland: Winter-Intermezzo in Sachsen

Oberwiesenthal  

Schnee bis ins Tiefland: Winter-Intermezzo in Sachsen

03.01.2021, 10:52 Uhr | dpa

Schnee bis ins Tiefland: Winter-Intermezzo in Sachsen. Ein Wintersportler fährt auf dem Fichtelberg

Ein Wintersportler fährt auf dem Fichtelberg. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

"Lisa" hat es in Sachsen Winter werden lassen. Das über Norditalien liegende Tief brachte Schnee in Berg- und Flachland. "Es gibt nahezu im ganzen Freistaat eine geschlossene Schneedecke", sagte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst am Sonntag in Leipzig. In der Ebene lagen zwei bis sechs Zentimeter der weißen Pracht, im Zittauer Gebirge oder Carlsfeld (Erzgebirge) fast zehn Zentimeter und der Fichtelberg - mit knapp 1215 Metern die höchste Erhebung im Land - meldete 18 Zentimeter. "In Leipzig ist es die erste geschlossene Schneedecke nach fast zwei Jahren."

Während es in Nordsachsen bis Montagfrüh weiterschneien sollte und dort noch einmal bis zu fünf Zentimeter hinzukommen könnten, gingen die Niederschläge östlich der Elbe schon am Sonntagvormittag in Regen über, bei Temperaturen um null Grad. Bei leichtem Frost bestehe vor allem nachts Glättegefahr, wenn matschiger Schnee überfriere, warnte der Meteorologe. Am Morgen gab es ein paar übliche Unfälle wie ein quergestellter Lkw auf der Autobahn A4 bei Bautzen, tagsüber dann aber vorerst keine Probleme, wie ein Sprecher des Verkehrswarndienstes berichtete.

Im Unterschied zu anderen Wintersportregionen wie Harz oder Sauerland blieb der befürchtete Ansturm auf die verschneiten Skipisten, Hänge und Wälder aus. "In Oberwiesenthal ist nichts los", sagte ein Chemnitzer Polizeisprecher. Auch im Vogtland gab es laut der dortigen Behörde keine Probleme. "Die Parkplätze sind nicht gefüllt, die Streifen haben niemanden angetroffen, der dort nicht hingehört." Die Webcams in Altenberg/Geising (Osterzgebirge), Carlsfeld (Erzgebirge) oder Klingenthal im Vogtland zeigten einige Snowboarder und Langläufer. Aber: "Das sind Einheimische."

Nach Weihnachten war es dagegen in Oberwiesenthal zu einem wahren Ansturm von Ausflüglern gekommen, die entgegen den Vorschriften angereist waren. Danach waren die Kontrollen verstärkt und Verstöße geahndet worden. Nach Angaben aus dem Lagezentrum des Innenministeriums in Dresden gab es diesmal landesweit keine Auffälligkeiten.

Nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung darf das Haus nur mit einem triftigen Grund verlassen werden. Dazu zählen Sport und Bewegung im Freien, aber nur im Umkreis von 15 Kilometern des Wohnortes. Alle Pisten und Rodelstrecken am Fichtelberg sind vorerst bis 10. Januar geschlossen, Schwebebahn und Lifte außer Betrieb.

Der Prognose des Wetterdienstes zufolge kann es bis Mitte nächster Woche immer wieder etwas schneien, bei Temperaturen um die null Grad. Danach soll es tagsüber sogar etwas frostig werden. "Nach dem deutlich zu warmen Dezember kommen wir jetzt ein bisschen in den Normalbereich", sagte der Meteorologe. Das Ganze sei aber nur ein Intermezzo des Winters. "Ab dem kommenden Wochenende wird es wieder milder."

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