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Mehr Polizei: Lage in Wintersportgebieten ruhiger geworden

Gerolstein  

Mehr Polizei: Lage in Wintersportgebieten ruhiger geworden

09.01.2021, 14:39 Uhr | dpa

Mehr Polizei: Lage in Wintersportgebieten ruhiger geworden. Eine dünne Schneedecke liegt auf den Kiefernadeln

Eine dünne Schneedecke liegt auf den Kiefernadeln. Foto: Felix Kästle/dpa (Quelle: dpa)

Trotz des teils sonnigen Ausflugswetters ist die Lage in den rheinland-pfälzischen Wintersportgebieten am Samstag und Sonntag weitgehend entspannt geblieben. Es gab zwar einige Falschparker. Viele Menschen hielten sich aber offenbar an die Appelle, zur Vermeidung der Ausbreitung des hoch ansteckenden Coronavirus die üblicherweise stark besuchten Ausflugsziele etwa in Eifel, Hunsrück und Westerwald zu meiden. Zudem drohten Baumäste unter ihrer Schneelast herunterzubrechen.

Am Wochenende zuvor war es noch mancherorts in den Mittelgebirgen zum Verkehrschaos gekommen. Diesmal kündigte die Polizei verstärkte Kontrollen an. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) warnte vor dem Wochenende: "Die Zeiten sind leider nicht geeignet, um in großer Zahl zu den Touristenmagneten zu strömen und in Massen die Skipisten zu nutzen." Die Skilifte stehen gegenwärtig ohnehin coronabedingt still.

An den Ausflugszielen Idarkopf, Erbeskopf, Schwarzer Mann und Wolfsschlucht gab es am Wochenende teilweise Parkverbote. Zahlreiche Zufahrtsstraßen waren gesperrt. Nahe dem Idarkopf im Hunsrück ertappten Polizisten Falschparker an der Bundesstraße 407, wie ein Trierer Polizeisprecher mitteilte. Einer habe mit seinem Auto sogar ein Halteverbotsschild verdeckt.

Vom Erbeskopf im Hunsrück, dem höchsten Berg von Rheinland-Pfalz (816 Meter), wurden vorerst keine Zwischenfälle gemeldet. Die Zufahrtsstraße L 164 blieb gesperrt. Auf dem Erbeskopf waren auch manche Wanderwege blockiert, etwa bei der Umweltbildungsstätte Hunsrückhaus. "Die Gefahr von Schneebruch ist da zu groß", sagte ein Polizeisprecher in Morbach. "Die Fichten sind von trockenen Sommern und Borkenkäfern geschwächt. Das sind Flachwurzler. Die kippen schon mal um bei zu viel Schnee." Das allerdings sehe man diesen Bäumen vorher nicht an.

Auch im Westerwald kam es am Wochenende etwa beim Salzburger Kopf und bei der Fuchskaute laut einem Westerburger Polizeisprecher vorerst zu keinen größeren Zwischenfällen. "Bei der Fuchskaute wurde eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet, damit die Leute an der Seite parken können", sagte der Beamte. Die Ausflügler hätten sich vorerst an die Regeln gehalten. Zuvor am Neujahrswochenende hatte es bei diesen Bergen noch große Probleme mit Falschparkern gegeben. Schilder von Absperrungen wurden damals weggeräumt und auch gesperrte Feldwege befahren.

Ein Polizeisprecher in Morbach im Hunsrück sagte: "Momentan haben wir nur oben in den Mittelgebirgen Schnee. Dann strömen die Leute aus den Ballungsgebieten her. Vielleicht haben die Kinder auch einen neuen Schlitten zu Weihnachten bekommen." All dies sei gerade in Corona-Zeiten verständlich und müsse sich nur im Rahmen halten, "ohne dass zum Beispiel Rettungswege zugeparkt werden".

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach sagte für Rheinland-Pfalz auch in den kommenden Tagen zeitweise weiteren Schneefall in den Höhenlagen voraus.

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