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Mit Rötelstein ins All: Raumfahrer Maurer

Mit Rötelstein ins All: Raumfahrer Maurer

11.01.2021, 05:43 Uhr | dpa

Mit Rötelstein ins All: Raumfahrer Maurer. Matthias Maurer

Der Astronaut Matthias Maurer steht in einem Trainingsmodul im Europäischen Astronautenzentrum (EAC). Foto: Felix Hörhager/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der saarländische Astronaut Matthias Maurer (50) freut sich auf das Essen im Weltraum - darunter etwas aus der Heimat. "Das ist die einzige Abwechslung, das einzige Stück Luxus, etwas genießen zu können, etwas Leckeres zu haben", sagte Maurer der Deutschen Presse-Agentur. Daher sei für Astronauten "das Essen im Weltraum noch viel, viel wichtiger als auf dem Boden".

Meistens handele es sich eher um "funktionale Nahrung". Da sei es ein Highlight, dass er auf seine Mission ein speziell zubereitetes Menü mitnehme, das die Saarländer für ihn in einer Online-Abstimmung ausgesucht haben: Reh-Ragout mit Speck-Rahmwirsing und vorweg eine saarländische Kartoffel-Riesling-Cremesuppe.

Wenn Maurer Ende 2021 zur Internationalen Raumstation ISS aufbricht, hat er auch persönliche Dinge im Gepäck. "Ich werde natürlich Fotos von Familie und Freunden mitnehmen, das ist ganz wichtig für mich", sagte der 50-Jährige am Rande seines Trainings in Houston. Zudem packe er einen Rötelstein ein: einen roten Stein aus seiner Heimat Gronig in der Gemeinde Oberthal. Diesen Stein habe man früher zum Malen und Zeichnen verwendet - und die Oberthaler seien damit als "Rötelkrämer" bis ans Mittelmeer gereist, um Handel zu treiben.

"Es ist ein schöner Gedanke, einen solchen Rötelstein mit ins All zu nehmen", sagte der Astronaut. Er stehe für ihn für den "Austausch mit anderen Ländern und Kulturen", der "Wissensaustausch garantiert".

"Und genau das machen wir auch heute: Wir fliegen zur ISS als Teil eines internationalen Teams, und der Rötelstein soll ein Zeichen dafür sein, was man erreichen kann, wenn man gemeinsam etwas Großes angeht", meinte Maurer. Der Stein werde nach seiner Mission zurück in der Heimat "dort hoffentlich einen guten Platz finden".

Die Heimat, also das Saarland, ist für Maurer schlicht "das schönste Bundesland Deutschlands". "Herzliche Menschen und leckeres Essen gibt es dort ebenfalls", sagte der "Saaronaut".

Maurer wird der zwölfte Deutsche im All sein. Ein halbes Jahr lang wird der Astronaut der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde leben.

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