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Baumhaus im Hambacher Wald abgebrannt: Ein Schwerverletzter

Kerpen  

Baumhaus im Hambacher Wald abgebrannt: Ein Schwerverletzter

11.01.2021, 22:38 Uhr | dpa

Baumhaus im Hambacher Wald abgebrannt: Ein Schwerverletzter. Feuerwehr

Einsatzwagen der Feuerwehr. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa (Quelle: dpa)

Nach dem Brand in einem von Klima-Aktivisten bewohnten Baumhaus im Hambacher Forst bei Kerpen ermittelt die Polizei die Ursache. Es gebe bislang keinen Hinweis auf Fremdverschulden, erklärte die Polizei am Dienstag in Aachen. Der bei dem Feuer am Montagabend schwer verletzte Bewohner sei ein 32 Jahre alter Mann. Gegen ihn liegt laut Polizei ein Haftbefehl vor, weil er eine Geldstrafe nicht gezahlt habe. Die Identität war zunächst nicht bekannt gewesen. Der Mann hatte laut Polizei beim Eintreffen der Retter keine Angaben gemacht und keine Ausweispapiere dabei. Er wird in einem Krankenhaus behandelt und ist laut Polizei derzeit nicht vernehmungsfähig.

In dem Waldstück am Rand des Braunkohle-Tagebaus Hambach lagen am Dienstag etliche Gegenstände auf dem Boden - unter anderem Reste eines Ofens, ein Grillrost, Spielkarten und Bücher. In dem Gebiet leben seit Jahren in Konstruktionen in den Bäumen zwischen 50 und 100 Klimaschützer, die ihre Identität meist für sich behalten. Der Hambacher Forst gilt als Symbol der Auseinandersetzung zwischen Klimaschützern und der Kohlebranche. Inzwischen ist geplant, dass das Waldgebiet erhalten bleibt.

Die Löscharbeiten waren schwierig: Barrikaden auf den Wegen hätten die Arbeiten stark behindert, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Das Baumhaus befand sich nach Angaben von Augenzeugen in mindestens zehn Metern Höhe in der Krone einer Eiche. Nach etwa drei Stunden war der Brand gelöscht. Ein Übergreifen der Flammen auf andere Häuser oder weitere Bäume verhinderte die Feuerwehr. Sie wurde von der Werksfeuerwehr des Tagebaubetreibers RWE unterstützt.

Als die Polizei am Brandort eintraf, war der Schwerverletzte bereits geborgen und wurde von anderen Bewohnern betreut. "Er befand sich schon am Boden", sagte ein Polizeisprecher.

In dem für die Klimaschutz-Bewegung symbolträchtigen Gebiet kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Erst Ende Dezember war das Zelt der Mahnwache am Hambacher Forst ausgebrannt.

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