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BASF will Produktionsstandort in Leuna schließen

Leuna  

BASF will Produktionsstandort in Leuna schließen

12.01.2021, 17:48 Uhr | dpa

BASF will Produktionsstandort in Leuna schließen. Ein Logo des Chemiekonzerns BASF auf einer Industrieanlage

Ein Logo des Chemiekonzerns BASF ist auf einer Industrieanlage auf dem Werksgelände angebracht. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Chemiekonzern BASF will seinen Produktionsstandort in Leuna bis zum 30. April 2022 schließen. Damit soll die Herstellung von speziellem Granulat aus Kunststoff künftig auf drei Standorte in Deutschland konzentriert werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Betroffen von der geplanten Schließung seien rund 100 Mitarbeiter. Die Produktion soll in den verbleibenden Anlagen der BASF in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz), Schwarzheide (Brandenburg) und Rudolstadt (Thüringen) erfolgen. Das Granulat wird zum Beispiel in der Automobilindustrie verwendet.

BASF kündigte an, mit dem Betriebsrat in Leuna unverzüglich Verhandlungen über die geplante Standortschließung aufnehmen zu wollen. Es gehe um einen Interessenausgleich sowie einen Sozialplan, um wirtschaftliche Nachteile der betroffenen Arbeitnehmer abzumildern, heißt es in der Mitteilung.

Leuna ist eng mit der Geschichte der BASF verbunden. In deren Auftrag wurde der Industriestandort 1916 als Ammoniakwerk Merseburg gegründet, wie ein Sprecher der Infraleuna GmbH sagte. Heute arbeiten am Standort Leuna gut 10 000 Menschen in 100 Firmen. Die Infrastrukturgesellschaft vermarktet das 1300 Hektar große Industriegelände, das nach 1990 im Zuge des Strukturwandels der ostdeutschen Chemie entstand.

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