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15-Kilometer-Regel gilt in vier hessischen Landkreisen

Fulda  

15-Kilometer-Regel gilt in vier hessischen Landkreisen

13.01.2021, 14:24 Uhr | dpa

Angesichts der weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie gilt in nunmehr vier hessischen Landkreisen die 15-Kilometer-Beschränkung für tagestouristische Ausflüge. Neben dem Landkreis Fulda, der nach Daten des Robert Koch-Instituts mit 327,6 Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche weiter die hessenweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz aufweist, trat die Regelung am Mittwoch auch im Vogelsbergkreis (Sieben-Tage-Inzidenz von 245,2) in Kraft. Bereits seit Montag ist sie in den Landkreisen Limburg-Weilburg (Inzidenz von 252,5) und Gießen (230,5) gültig.

Grundlage für die Regelung ist das Eskalationskonzept des Landes. Demnach müssen die Kommunen die Einschränkung des Bewegungsradius auf den Umkreis von 15 Kilometern des Wohnortes für tagestouristische Ausflüge anordnen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 200 liegt. Der Vogelsbergkreis erklärte am Mittwoch, die Regel gelte sowohl für Menschen, die im Landkreis wohnten als auch für solche, die sich dort aufhielten. "Das bedeutet konkret: Wer von außerhalb in den Kreis einreist, um einen tagestouristischen Ausflug zu unternehmen, darf nur 15 Kilometer in den Kreis hineinfahren, denn ab der Kreisgrenze gilt die Beschränkung auch für ihn."

Ausdrücklich ausgenommen sind von der Beschränkung etwa der Weg zur Arbeit oder eine längere Fahrt zum Arzt. Als triftiger Grund, die Regel nicht einzuhalten, gilt beispielsweise auch die Teilnahme an einem Gottesdienst oder einer Demonstration.

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von zuletzt 212,1 hatte zwar wegen steigender Infektionszahlen wieder nächtliche Ausgangsbeschränkungen sowie ein Konsumverbot für Alkohol im öffentlichen Raum verfügt. Auf eine Anwendung der 15-Kilometer-Regel werde derzeit aber verzichtet, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Da der Kreis sehr ländlich geprägt sei und keine touristischen Anziehungspunkte wie etwa die Wasserkuppe umfasse, zu der die Menschen auch von weither anreisten, habe man sich dagegen entschieden, die Beschränkung zu verhängen. Bei den regelmäßigen Verwaltungsstabsitzungen werde aber je nach aktueller Lage geschaut, ob das Vorgehen angepasst werden müsse.

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