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Eine Million Masken für Hartz-IV-Bezieher in Rheinland-Pfalz

Mainz  

Eine Million Masken für Hartz-IV-Bezieher in Rheinland-Pfalz

21.01.2021, 16:19 Uhr | dpa

Eine Million Masken für Hartz-IV-Bezieher in Rheinland-Pfalz. Eine FFP2-Maske liegt auf einem Leuchttisch

Eine FFP2-Maske liegt auf einem Leuchttisch. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Illustration/Symbolbild (Quelle: dpa)

Nach der Neufassung der Maskenpflicht stellt die Landesregierung in Rheinland-Pfalz eine Million Masken für die Bezieher von Grundsicherung zur Verfügung. Dies sei bereits veranlasst, teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Freitag in Mainz mit. Die Ausgabe medizinischer OP-Masken sowie von Masken mit dem Schutzstandard FFP2 und KN95 solle "so unbürokratisch und niedrigschwellig wie möglich gestaltet werden". Bei etwa 280 000 Beziehern von Hartz IV in Rheinland-Pfalz könnten somit etwa drei Masken pro Person ausgegeben werden.

"FFP2-Masken dürfen kein Luxusgut sein", sagte Dreyer der Deutschen Presse-Agentur. Sie forderte die Bundesregierung auf, allen Empfängern von Grundsicherung FFP2-Masken zur Verfügung zu stellen - so wie das auch bei besonders gefährdeten Personengruppen der Fall sei.

Bund und Länder haben zur Eindämmung der Pandemie unter anderem eine Verschärfung der Maskenpflicht beschlossen. Demnach sollen künftig in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften sogenannte OP-Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen mit den Standards KN95/N95 oder FFP2 getragen werden. Die Landesverordnung zur Umsetzung dieses Beschlusses stand am Freitag auf der Tagesordnung des rheinland-pfälzischen Ministerrats.

Dreyer forderte die Bundesregierung auch auf, besonders hilfsbedürftige Menschen in der Corona-Krise finanziell zu unterstützen. Besonderes Augenmerk müsse Kindern, Alleinerziehenden, Älteren, Langzeitarbeitslosen und Menschen mit einer Behinderung gelten, sagte die SPD-Politikerin. Diese Menschen seien besonders auf soziale Unterstützung angewiesen und hätten aufgrund der Pandemie zusätzliche finanzielle Sorgen. Ein Corona-Zuschuss könne auch steigende Ausgaben - etwa für Hygieneartikel - abfedern, sagte Dreyer.

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