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Impfzentrum in Brandenburg/Havel öffnet: Impfstoff-Engpass

Potsdam  

Impfzentrum in Brandenburg/Havel öffnet: Impfstoff-Engpass

26.01.2021, 11:59 Uhr | dpa

Impfzentrum in Brandenburg/Havel öffnet: Impfstoff-Engpass. Eine Spritze wird vor den Schriftzug "Impfung" gehalten

Eine Spritze wird vor den Schriftzug "Impfung" gehalten. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Trotz Engpässen beim Impfstoff in Brandenburg und daraus folgenden Terminabsagen ist in Brandenburg an der Havel am Dienstag das siebte Impfzentrum im Land eröffnet worden. Für das neue Impfzentrum im "Stahlpalast" wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 280 Impftermine bis Ende dieser Woche vergeben. Laut Kassenärztlicher Vereinigung Brandenburg (KVBB) konnten aufgrund der Lieferengpässe derzeit für jeden Tag nur 70 Termine vergeben werden.

"Es ist ein wichtiges Zeichen, dass wir trotz Impfstoffknappheit die Impfzentren wie geplant in allen Landesteilen eröffnen. Wir haben alle Regionen im Blick, niemand wird vergessen", sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher am Dienstag zum Start.

Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) hält trotz des Impfstoffengpasses den Aufbau von weiteren Impfzentren für sinnvoll. "Wir haben lange darüber diskutiert, ob wir das machen oder nicht machen", sagte KVBB-Vorstandschef Peter Noack am Dienstag im RBB-Inforadio. Am Ende sei man sich mit dem Gesundheitsministerium einig gewesen, die Impfzentren weiter aufzubauen und auch in beschränkten Umfang weiter zu betreiben, soweit es die Impfstofflieferung des Bundes zulasse. Alle Impfzenrum müssten mit weniger Impfstoff auskommen, betonte Noack.

Am Mittwoch soll ein weiteres Zentrum in Eberswalde starten, am Donnerstag steht die Eröffnung in Prenzlau an. Die KVBB will landesweit bis zur ersten Februarwoche elf Impfzentren aufbauen, bis zum 12. Februar seien Impftermine vergeben. Der Aufbau von weiteren Impfzentren liege dann in der Verantwortung der Landkreise, so Noack. Dort sollen Ärzte, die sich freiwillig gemeldet haben, eingesetzt werden.

Die Ärzte beteiligten sich bislang "sehr intensiv" an den Diensten in den errichteten Impfzentren, berichtete der KVBB-Vorstand. Wenn ein Arzt mit seinem Praxisteam beim Impfen dabei sei, müssten allerdings auch Hausarztpraxen geschlossen oder umorganisiert werden. Größere Auswirkungen auf die Regelversorgung von Patienten durch die Praxen sieht Noack aber nicht.

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