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Nach Kollision: Boris Herrmann segelt noch um Platz vier: Bestaven siegt

Nach Kollision  

Deutscher Boris Herrmann segelt noch um Platz vier

28.01.2021, 10:32 Uhr | dpa

Nach Kollision: Boris Herrmann segelt noch um Platz vier: Bestaven siegt. Boris Herrmann

Der deutsche Segler Boris Herrmann sitzt in seiner Rennyacht "Seaexplorer – Yacht Club de Monaco". Foto: Boris Herrmann/Team-Malizia.com/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach der Kollision mit einem Fischerboot kämpft Solo-Weltumsegler Boris Herrmann bei der Vendée Globe um Platz vier. 

Der Hamburger war am frühen Donnerstagmorgen noch etwa 40 Seemeilen vom Ziel im französischen Les Sables-d'Olonne entfernt, konnte wegen der Schäden an seiner Yacht "Seaexplorer - Yacht Club de Monaco" aber nur mit reduzierter Geschwindigkeit segeln. Als Ankunftszeit wurde der Vormittag errechnet. Sieger wurde der Franzose Yannick Bestaven mit "Maître Coq IV".

Der 39-jährige Herrmann war am Mittwochabend etwa 90 Seemeilen vor Les Sables-d'Olonne mit einem Trawler zusammengestoßen. Herrmann blieb unverletzt, sein Boot wurde beschädigt. Zu dem Zeitpunkt war er Dritter und hatte bei seiner Vendée-Globe-Premiere wegen einer Zeitgutschrift von sechs Stunden sogar noch Chancen auf den Sieg.

Als Erster hatte am Mittwochabend der französische "Apivia"-Skipper Charlie Dalin die Ziellinie gekreuzt. Der 36-Jährige beendete das Rennen über 28 267,88 Seemeilen nach 80 Tagen, 6 Stunden, 15 Minuten und 47 Sekunden. Dennoch gewann er nicht.

Ebenfalls wegen einer Zeitgutschrift wurde Bestaven am Donnerstagmorgen zum Sieger erklärt. Der Franzose erreichte zwar in der Nacht über sieben Stunden nach Dalin das Ziel und kam hinter seinem Landsmann Louis Burton ("Bureau Vallee 2") als Dritter an. Wegen einer Gutschrift von zehn Stunden und 15 Minuten feierte der 48 Jahre alte Skipper seinen ersten Triumph beim Segel-Klassiker. Damit setzen die Franzosen ihre Siegesserie fort. In allen neun Rennen seit 1989/90 waren sie erfolgreich.

Bestaven und Herrmann hatten die Gutschriften von der Wettfahrtleitung wegen ihrer Beteiligung an der Rettungsmission für den schiffbrüchigen Kevin Escoffier in der Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember erhalten.

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