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Corona-Mutation nachgewiesen: Untersuchung wird ausgeweitet

Ingelheim am Rhein  

Corona-Mutation nachgewiesen: Untersuchung wird ausgeweitet

29.01.2021, 15:36 Uhr | dpa

Corona-Mutation nachgewiesen: Untersuchung wird ausgeweitet. Malu Dreyer (SPD)

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) spricht. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Auch in Rheinland-Pfalz sind Corona-Fälle nachgewiesen worden, die von einer Mutation des Erregers ausgelöst wurden. Der Laborbetreiber Bioscientia aus Ingelheim entdeckte sieben Fälle der britischen Variante, wie Unternehmenssprecher Hendrik Borucki am Freitag bestätigte. Die südafrikanische und die brasilianische Mutation wurden demnach noch nicht gefunden. Zunächst hatte der Südwestrundfunk (SWR) berichtet. Die britische Mutation gilt als hochansteckend.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte in Mainz, die Untersuchung von positiven Corona-PCR-Tests auf Mutanten werde in Rheinland-Pfalz ausgeweitet. "Wir haben eines der größten Labore in ganz Deutschland in Ingelheim, und die haben ihren Bereich in der Sequenzierung stark nach vorne gebracht." Bioscientia in Ingelheim könne nach eigenen Angaben rund 1500 Untersuchungen pro Woche machen, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Markus Kuhlen. Beim Medizinischen Versorgungszentrum Koblenz-Mittelrhein sei die Sequenzierung im Aufbau, der Umfang stehe noch nicht fest.

Dreyer sagte zudem, Schüler mit besonderem Förderbedarf hätten in der Pandemie beim Fernunterricht "vieles verloren". Die Landesregierung wolle noch einmal genau schauen, wie solche Kinder nach der langen Zeit ihr Wissen, ihr Können und ihre Fähigkeiten weiter entwickeln könnten, meinte die SPD-Politikerin nach einem Besuch der Mainzer Goethe-Schule. Die Grundschule gehört zu den "S hoch 4"-Schulen mit besonderen Förderinstrumenten.

Wechselunterricht wäre ein Riesenschritt nach vorn, "wenn es die Situation zulässt", sagte Dreyer. Vier Tage vor der geplanten Wiederaufnahme des Unterrichts im Klassenraum der Grundschulen hatte dies das Bildungsministerium am Donnerstag gestoppt. Grund: Im benachbarten Baden-Württemberg waren Coronavirus-Mutationen aufgetaucht. Bis zum 14. Februar werde es weiterhin Fern- und keinen Wechselunterricht geben, sagte Dreyer. Wie es dann weitergeht, ist noch offen.

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