Sie sind hier: Home > Regional >

Zehntausende Temposünder auf der Rader Hochbrücke

Borgstedt  

Zehntausende Temposünder auf der Rader Hochbrücke

29.01.2021, 15:47 Uhr | dpa

Zehntausende Temposünder auf der Rader Hochbrücke. Blitzer an der Rader Hochbrücke

Blitzer zur Geschwindigkeitsmessung stehen auf der Rader Hochbrücke an der Autobahn 7. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Auf der Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg haben die Blitzanlagen im vergangenen Jahr mehr als 60 000 Tempoverstöße registriert. Ein Autofahrer wurde bei einer Brückenüberquerung gleich zweimal geblitzt. Die hohe Zahl der Verstöße mache deutlich, dass die Tempolimits zum Schutz der maroden Brücke weiterhin geboten seien, erklärte dazu am Freitag Verkehrsstaatssekretär Thilo Rohlfs. Das knapp 50 Jahre alte Bauwerk, das bis 2026 durch einen Neubau ersetzt werden soll, müsse vor allem vor weiteren Schäden durch Schwingungen geschützt werden. Über die Brücke rollen täglich gut 50 000 Fahrzeuge.

Den Rekord in der Blitzer-Bilanz erzielte ein dänischer Sportwagenfahrer, der in einer 100er Zone Tempo 222 fuhr. Ein Spanier wurde mit seinem Auto gleich zweimal nacheinander erwischt: Erst auf der Brückenrampe mit 138 km/h und 40 Sekunden später am Brückenendkopf von einer zweiten Anlage mit Tempo 162. Nur vier Tage später wurde er - vermutlich auf der Rückreise - erneut geblitzt. Diesmal fuhr er 144 km/h statt der erlaubten 80.

Wegen Tempoverstößen wurden gut 44 400 Verwarnungen erteilt und knapp 17 300 Bußgeldverfahren eingeleitet. Zudem wurden 113 Fahrverbote verhängt. Die Zahlen waren im ersten Halbjahr deutlich höher als im zweiten. Rohlfs führte den Rückgang auf den Corona-Lockdown und den damit eingeschränkten Reiseverkehr zurück.

Nach seinen Angaben ist die mit dem Neubau der geplanten Zwillingsbrücke beauftragte Planungsgesellschaft Deges weiterhin im Zeitplan. In fünf Jahren soll der erste Teil der neuen Brücke stehen und den gesamten Verkehr aufnehmen. Anschließend wird die alte Brücke abgerissen und die zweite Hälfte des Neubaus errichtet. Dann soll ab 2029 für jede Fahrtrichtung eine Brücke mit je drei Fahrspuren zur Verfügung stehen. Gegen die Neubaupläne gibt es laut Ministerium 21 Einwendungen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: