Sie sind hier: Home > Regional >

Bayer will alle Curevac-Impfdosen in Wuppertal herstellen

Leverkusen  

Bayer will alle Curevac-Impfdosen in Wuppertal herstellen

01.02.2021, 14:16 Uhr | dpa

Bayer will alle Curevac-Impfdosen in Wuppertal herstellen. Logo des Pharmakonzern Bayer

Das Bayer Kreuz, Logo des Unternehmens Bayer. Foto: Oliver Berg/dpa (Quelle: dpa)

Der Pharmakonzern Bayer will den Impfstoff, den es im Rahmen der Curevac-Kooperation übernimmt, komplett in Wuppertal fertigstellen. "Das ist sozusagen ein Made-in-Germany-Produkt", sagte der Bayer-Pharmavorstand Stefan Oelrich am Montag in Berlin. Nur gewisse Vorprodukte würden von anderen Standorten kommen. Bereits Anfang Januar hatten Bayer und die Tübinger Biotechnologiefirma eine Kooperation zu bestimmten Dienstleistungen bekanntgegeben, nun wurde die Ausweitung der Zusammenarbeit auf die Herstellung bekanntgegeben. Damit wird Bayer erstmals in seiner Geschichte ein Vakzin herstellen.

Bayer will 2022 mindestens 160 Millionen Curevac-Covid-19-Dosen produzieren, im Jahr danach sollen es mehr sein. Damit übernehmen die Leverkusener einen Teil der Herstellung - Curevac rechnet im nächsten Jahr mit insgesamt mindestens einer Milliarde Dosen für den globalen Markt. Noch ist das Präparat im Entwicklungsstadium, im Sommer könnte es zugelassen werden und danach verimpft werden. Die ersten von Bayer gelieferten Dosen wären frühestens Ende dieses Jahres fertig. Das Präparat basiert, wie die Konkurrenzprodukte von Biontech und Moderna auch, auf der neuen "messenger RNA"-Technologie (mRNA).

Bayer-Vorstand Oelrich machte deutlich, dass das neue Geschäft nicht nur auf die aktuelle Corona-Pandemie bezogen sein soll. "Wir haben uns vorgenommen, in Wuppertal eine mRNA-Expertise aufzubauen auf der Produktionsseite und entsprechende Kapazitäten bereitzuhalten", sagte Oelrich. "Dann wird man sehen, wie das in der Zukunft zu nutzen ist - die Pandemie steht sicherlich an erster Stelle, aber es gibt ja vielleicht noch andere Anwendungsgebiete für diese Technologie." Auf die Frage, wie viele neue Stellen durch diese Unternehmensentscheidung in Wuppertal entstehen, antwortete Oelrich: "Das ist sicherlich auch ein wichtiger Beitrag zur Beschäftigung."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal