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Impftermin-Vergabe: Fälschungen mögliche Problemursache

Vechta  

Impftermin-Vergabe: Fälschungen mögliche Problemursache

04.02.2021, 08:54 Uhr | dpa

Impftermin-Vergabe: Fälschungen mögliche Problemursache. Herbert Winkel (CDU)

Landrat Herbert Winkel (CDU) spricht. Foto: Martin Remmers/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Probleme bei der Vergabe von Impfterminen im Impfzentrum des Landkreises Vechta in Lohne sind möglicherweise auf gefälschte Terminbestätigungen zurückzuführen. Seit Dienstag waren rund 40 Personen mit einer vermeintlich offiziellen Terminbestätigung zu dem Impfzentrum gekommen, wie der Landkreis mitteilte. Die Impfwilligen waren aber nicht im EDV-System des Landes, worüber die Termine zentral verteilt werden, gelistet. Zunächst war der Landkreis von einer möglichen technischen Panne ausgegangen.

Nach Rücksprache mit dem Land und dem Softwareanbieter stellte sich heraus, dass die Bestätigungen und die QR-Codes der Betroffenen nicht von dem IT-System des Landes erstellt worden waren. Daher soll laut Landkreis nun geprüft werden, ob womöglich gefälschte Bestätigungen im Umlauf sind. Auch eine technische Ursache werde aber noch geprüft. Wie der Landkreis am Donnerstag mitteilte, gebe es im Kreis auch Versuche von Unbekannten, Bürger telefonisch mit gefälschten Terminvereinbarungen für Corona-Impfungen zu täuschen.

"Den Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit diesen Dokumenten impfen lassen wollten, kann kein Vorwurf gemacht werden", sagte Landrat Herbert Winkel (CDU) laut einer Mitteilung. "Sie haben sich darauf verlassen, dass ihre Anmeldung ordnungsgemäß gelaufen ist und sie ein offizielles Dokument in Händen halten. Das aufgrund dessen zum Teil Personen abgewiesen werden mussten, tut uns ausgesprochen leid." Die Verwaltung will nun weiter aufklären, wie es dazu kam.

Unterdessen sind in Niedersachsen 166 Fälle von Coronavirus-Mutationen nachgewiesen worden. Nach Informationen des Landesgesundheitsamtes ging es in 97 Fällen um die britische Variante und in einem Fall um die südafrikanische Variante, teilte das Sozialministerium am Donnerstag in Hannover mit. In 68 Fällen konnten die Varianten noch nicht näher identifiziert werden. Eine repräsentative flächendeckende Untersuchung nach Virusvarianten gibt es in Niedersachsen noch nicht, sie soll aber in Kürze beginnen. Eine Zuordnung der Infektionen mit einer Virusvariante zu Landkreisen und Städten war nach Ministeriumsangaben nicht möglich.

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