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Bayer-Anleger reagieren erleichtert auf Glyphosat-Einigung

Leverkusen  

Bayer-Anleger reagieren erleichtert auf Glyphosat-Einigung

04.02.2021, 16:02 Uhr | dpa

Bayer-Anleger reagieren erleichtert auf Glyphosat-Einigung. Blick auf das Logo am Werk der Bayer GmbH

Blick auf das Logo am Werk der Bayer GmbH. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der milliardenschwere Glyphosat-Vergleich von Bayer mit US-Klägern hat die Aktie des Chemiekonzerns am Donnerstag an die Spitze des Dax gehoben. Sie legte bis zum Nachmittag um mehr als fünf Prozent zu. Bayer hatte sich am Mittwochabend deutscher Zeit bei einem entscheidenden Teil seines milliardenschweren Glyphosat-Vergleichs mit US-Klägern nach langem Hickhack auf einen Kompromiss geeinigt.

Bei dem Durchbruch ging es um den Umgang mit künftigen US-Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup. Es sei eine formelle Einigung mit den Klägeranwälten erreicht worden, die auch eine Zusage von bis zu 2,0 Milliarden US-Dollar (1,7 Mrd Euro) beinhalte. Das Geld dafür hatte Bayer schon 2020 auf die Seite gelegt.

Bei den Anlegern kam die Einigung gut an. Sie hoffen, dass das Thema Glyphosat in absehbarer Zeit endlich vom Tisch kommt und sich das Management wieder komplett auf das Tagesgeschäft konzentrieren kann.

Analyst Gunther Zechmann von Bernstein Research sprach von einem Schritt in die richtige Richtung. Sollte der zuständige Richter der Einigung zustimmen, dürfte Bayer bei den Rechtsstreitigkeiten günstiger davon kommen als am Markt im Durchschnitt erwartet, was deutliches Kurspotenzial für die Aktie bedeuten würden.

Die Rechtskonflikte um Glyphosat hatte sich der Dax-Konzern mit der milliardenschweren Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto 2018 aufgehalst. Im vergangenen Juni hatte Bayer sich dann eigentlich bereits auf ein großes Vergleichspaket mit zahlreichen US-Klägern verständigt, das später jedoch in einem wichtigen Punkt vom zuständigen US-Richter zurückgewiesen wurde. Dadurch schien plötzlich wieder der gesamte Deal zur Beilegung der Verfahren in Gefahr. Nun haben Bayer und die Klägeranwälte diesen Teil des Vergleichs überarbeitet und erneut zur Genehmigung bei Bundesrichter Vince Chhabria eingereicht. Bei ihm sind zahlreiche US-Verfahren gebündelt.

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