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Lake-Effekt verlagert sich Richtung Vorpommern

Sassnitz  

Lake-Effekt verlagert sich Richtung Vorpommern

11.02.2021, 18:15 Uhr | dpa

Lake-Effekt verlagert sich Richtung Vorpommern. Seebrücke in Sellin im Schnee

Spaziergänger am verschneiten Strand an der Seebrücke in Sellin. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Eisige Temperaturen und mitunter starker Schneefall prägen weiterhin das Bild an Teilen Mecklenburg-Vorpommerns Küste. Am Donnerstag schneite es besonders stark in der Region Ribnitz-Damgarten, wo 10 bis 15 Zentimeter Schnee herunter kamen, wie Meteorologe Stefan Kreibohm am Hiddensee sagte. Es kam zu Verkehrsproblemen: Im Raum Rostock blieben laut Polizei an Steigungen mehrere Lastwagen liegen. Auf der Autobahn 19 und Autobahn 20 rund um die Hansestadt gerieten Autos ins Rutschen. Es sei bei Blechschäden geblieben. Im Nahverkehr kam es zu Verspätungen. Besonders betroffen sei der Bereich Rostock, Bad Doberan, Kühlungsborn, Rerik und Sanitz, teilte das Unternehmen Rebus am Abend mit.

Weiterhin komme es zum sogenannten Lake-Effekt, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. Dabei streiche sehr kalte Luft über das verhältnismäßig warme Wasser der Ostsee, was zu Schneefällen an der Küste führe. Dieser Effekt werde sich zunehmend Richtung Vorpommern verlagern und bis Freitagmittag oder -nachmittag erhalten bleiben. Dadurch könne es auf Rügen und Usedom stellenweise noch zu 10 bis 25 Zentimetern Neuschnee kommen. Wind könne dabei weiterhin für Schneeverwehungen sorgen.

Laut Leitstelle in Neubrandenburg kam es im Laufe des Abends auch in Vorpommern immer wieder zu kleineren Glätteunfällen, wobei es auch hier zunächst bei Blechschäden blieb.

Bereits am Donnerstagnachmittag war im Ostseebad Göhren auf Rügen der Wind aufgefrischt und es war zu stärkerem Schneefall gekommen, wie der dortige Bürgermeister Torsten Döring (SPD) berichtete. "Die Autos haben ganz schön zu tun. Die Straßen verwehen natürlich jetzt. Alle fahren wieder langsam." Die dortige Seebrücke ist mittlerweile von einer dicken Eisschicht bedeckt und für Fußgänger gesperrt, wie Bilder zeigten. Wegen des Windes komme es mitunter zu hohen Wellen und somit zu Eis auf der Promenade, erklärte Döring. Laut Stralsunder Polizei war es am Donnerstag auf der Insel zu keinen größeren Vorfällen aufgrund des Wetters gekommen.

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