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Igelzentrum zählt im Corona-Jahr 2020 mehr verletzte Igel

Laatzen  

Igelzentrum zählt im Corona-Jahr 2020 mehr verletzte Igel

12.02.2021, 05:34 Uhr | dpa

Igelzentrum zählt im Corona-Jahr 2020 mehr verletzte Igel. Karolin Schütte, Tierärztin, hält einen jungen Igel

Karolin Schütte, Tierärztin, hält einen jungen Igel in der Hand. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Igel sind nach Einschätzung des Igelzentrums Niedersachsen im vergangenen Jahr häufig durch Mähroboter, Freischneider und Rasenmäher verletzt worden. Auch Verletzungen durch Schlagfallen haben demnach bei den stacheligen Tieren zugenommen, wie Tierärztin Karolin Schütte sagte. Neben Daten des Igelzentrums Niedersachsen in Laatzen wertete Schütte Igel-Daten der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen aus. Demnach stieg die Zahl der verletzten Igel, die in die zwei Einrichtungen gebracht wurden, von 79 Tieren im Jahr 2019 auf 145 im Corona-Jahr 2020. Einige Tiere hatten Verletzungen am Rücken und im Gesicht, die auf Mähroboter, Freischneider, Rasenmäher oder ähnliche Gartenmaschinen schließen ließen. Solche Zusammenstöße haben für Igel mitunter tödliche Folgen, gerade wenn Dreck und Keime in die Wunden gelangen.

"Besonders kleine Igel können schnell von Mährobotern erfasst werden", sagte Schütte. "Aber nicht nur Igel sind durch Mähroboter gefährdet, sondern insbesondere auch Insekten und Amphibien." Ihr zufolge sollten Gartenfreunde am besten auf solche Helfer verzichten. "Auf jeden Fall dürfen sie niemals nachts laufen", so die Tierärztin. Wer einen Freischneider verwende, solle zum Schutz der Tiere vorher die Hecke kontrollieren. Schlagfallen sind Schütte zufolge ebenfalls eine Gefahr für die stacheligen Säugetiere. "Da die Igel leider meist mit den Vorderpfoten in die Falle geraten, ist es nicht selten, dass diese Igel erlöst werden müssen", so die Tierärztin. Ohne Vorderbeine sei ein Igelleben nicht möglich.

Aus Sicht der Tierärztin könnte die Corona-Pandemie ein Grund für den starken Anstieg der Verletzungen bei Igeln sein. "Viele Menschen haben die Zeit genutzt, um ausgiebig im Garten zu arbeiten. Dies wurde auch durch ein erhöhtes Kundenaufkommen in den Baumärkten festgestellt", so Schütte.

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