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Corona-Hilfe für Flughäfen Hannover und Bremen soll kommen

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Corona-Hilfe für Flughäfen Hannover und Bremen soll kommen

12.02.2021, 08:49 Uhr | dpa

Corona-Hilfe für Flughäfen Hannover und Bremen soll kommen. Flughafen Hannover

Menschenleer ist das Abflugterminal im Flughafen Hannover. Foto: Peter Steffen/dpa/Aktuell (Quelle: dpa)

Die gemeinsamen Corona-Hilfen von Bund und Ländern für 15 große Flughäfen in Deutschland sollen auch den Airports Hannover, Bremen und Münster/Osnabrück zugutekommen. Niedersachsen wolle sich an der Finanzierung der länger diskutierten Unterstützung für Hannover-Langenhagen beteiligen, hieß es am Freitag aus dem Wirtschaftsministerium. Über die genaue Umsetzung sollen nun rasch weitere Gespräche mit der Bundesregierung geführt werden.

Grundsätzlich werde die vorgeschlagene Kofinanzierung mitgetragen. Dabei wünsche man sich, dass die bisherigen niedersächsischen Eigenleistungen angerechnet werden. Minister Bernd Althusmann (CDU) erklärte: "In einem nächsten Schritt muss der Bund jetzt die Ausgestaltung der Hilfen mit den Ländern zügig verhandeln, damit die Mittel schnellstmöglich bei den notleidenden Flughäfen ankommen."

Bei dem Bund-Länder-Paket geht es um die Erstattung von Kosten für das Offenhalten der Airports zu Beginn der Pandemie. Damals hatte der normale Luftverkehr so gut wie stillgestanden - es fielen aber weiter Ausgaben etwa für Bereitschaften, Gebäude-Bewirtschaftung und Energie an. Dafür sollen nun nicht rückzahlbare Zuschüsse fließen. "Gerade zu Beginn der Corona-Pandemie haben die Flughäfen entscheidend zu der Ausrüstung mit medizinischen Gütern sowie zur Rückholung von Reisenden beigetragen", begründete Althusmann die Unterstützung.

Aus dem niedersächsischen Haushalt selbst waren eigene Hilfen bereits an die Airports Hannover-Langenhagen, Braunschweig-Wolfsburg sowie einige kleinere Standorte gegangen.

Der Bremen Airport verwies erst kürzlich darauf, dass er als systemrelevanter Partner den Flugbetrieb seit März permanent aufrechterhalten haben, um Fracht- und Ambulanzflüge jederzeit sicherzustellen. Seit dem ersten Lockdown hätten sich die Einnahmen aber drastisch reduziert, während die Ausgaben aber stetig weiter liefen. Deshalb sei 2020 ein Verlust von rund 20 Millionen Euro zu verzeichnen.

Der Bund will sich auf große Flughäfen konzentrieren. Neben den Zahlungen von rund 400 Millionen Euro an solche mit Bundesbeteiligung - Berlin, München und Köln-Bonn - sind 200 Millionen Euro für Hannover, Bremen und Münster/Osnabrück sowie Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, Nürnberg, Saarbrücken und Stuttgart vorgesehen. Der Airport Münster/Osnabrück liegt in NRW, größte Teilhaber sind die Stadtwerke Münster und der Kreis Steinfurt.

Voraussetzungen für die Unterstützung des Bundes ist, dass die Länder jeweils einen Zuschuss in gleicher Höhe leisten. Für das Jahr 2020 sollen zudem keine Dividenden ausgeschüttet sowie an Geschäftsführer und Vorstände der Betreibergesellschaften keine Boni gezahlt werden.

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