Sie sind hier: Home > Regional >

Regen statt Schnee - Polizist bei Glätte schwer verletzt

Oberkrämer  

Regen statt Schnee - Polizist bei Glätte schwer verletzt

16.02.2021, 06:07 Uhr | dpa

Regen statt Schnee - Polizist bei Glätte schwer verletzt. Ein Leuchtschild der Polizei weist auf einen Unfall hin

Ein Leuchtschild der Polizei weist auf einen Unfall hin. Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt sorgen in Brandenburg für Regen statt Schnee. Am Montagabend und am Dienstagmorgen kam es auf glatten Straßen häufig zu Unfällen. "Es knallt heute ordentlich", sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Süd am Dienstagvormittag.

Auf der Autobahn 10 bei Oberkrämer (Oberhavel) ist ein Polizist bei einem Unfall schwer verletzt worden. Der 27-Jährige hatte am Montagabend nach einem glättebedingten Lkw-Unfall auf der Fahrbahn in Richtung Hamburg Absperrungen entfernt, wie ein Polizeisprecher des Lagedienstes mitteilte. Ein Autofahrer übersah die Unfallstelle und erfasste den Polizisten. Anschließend krachte er in einen parkenden Streifenwagen.

Der Polizist wurde mit Verletzungen am Kopf und an den Beinen ins Krankenhaus gebracht. "Es ist zum Glück nicht so schlimm, wie befürchtet", sagte eine Polizeisprecherin der Direktion Nord am Dienstagvormittag. Der 54-jährige Unfallverursacher blieb unverletzt. Gegen ihn wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Nachdem es am Montagabend und in der Nacht noch einmal schneite, sollte es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Dienstag vielerorts zeitweise zu Sprühregen oder Regen kommen. Streckenweise sollte es noch Glätte durch Schneematsch, überfrierende Nässe oder Glatteis geben. Am Nachmittag sollte der Himmel bei Temperaturen zwischen zwei Grad in der Uckermark und sechs Grad an der Elster auflockern.

Auf der A24 bei Wittstock/Dosse (Ostprignitz-Ruppin) fuhr eine 60-Jährige am späten Montagabend nach Angaben der Polizei nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Leitschutzplanke. Die Frau musste demnach aus dem Fahrzeug geborgen werden, ein Rettungswagen brachte sie ins Krankenhaus. Sonst sei es in der Nacht und am Morgen nur vereinzelt zu Unfällen gekommen. "Die Straßen wurden gut geräumt und die Autofahrer fahren angepasst", sagte die Sprecherin.

Anders im Süden des Landes: Auf der A13 kam es bei Baruth/Mark (Teltow-Fläming) gleich zwei Mal hintereinander zu Lkw-Unfällen. Am frühen Dienstagmorgen verunglückte ein Lastwagen nach Angaben der Polizeidirektion Süd auf glatter Fahrbahn. Der 27-jährige Fahrer musste ins Krankenhaus. Bei Staakow stießen dann zwei Lastwagen aneinander. Die beiden 37- und 45-jährigen Fahrer mussten demnach ebenfalls ins Krankenhaus. Die Fahrbahn in Richtung Dresden wurde komplett gesperrt.

Auf der A10 sei am Montagabend bei Rangsdorf (Teltow-Fläming) ein Lkw gegen ein Auto gestoßen. Beide Fahrer blieben laut Polizei unverletzt. Am frühen Dienstagmorgen sei dann in der Nähe ein Autofahrer mit seinem Geländewagen mit der Mittelplanke kollidiert. Der Fahrer blieb demnach ebenfalls unverletzt. Ein Kran musste das Auto bergen.

Nach Angaben der Polizeidirektion Ost kam es vor allem im Berufsverkehr zu vielen Unfällen. Allein zwischen 6.00 und 8.00 Uhr zählte die Polizei 20 Unfälle, dabei wurde ein Fahrer verletzt.

Auch am Mittwoch soll es nach DWD-Angaben vielerorts zunächst regnen. Der Nachmittag bleibe, wie am Dienstag, in weiten Teilen von Brandenburg trocken. Die Temperaturen klettern den Meteorologen zufolge auf bis zu acht Grad. Am Donnerstag erwarten den Meteorologen nur im Norden Brandenburgs am Vormittag etwas Regen. In den anderen Regionen lockere der Himmel auf, es bleibe bei Temperaturen zwischen sechs und zehn Grad niederschlagsfrei.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal