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Tote in Wanne: Gericht hält fahrlässige Tötung für denkbar

Paderborn  

Tote in Wanne: Gericht hält fahrlässige Tötung für denkbar

16.02.2021, 18:19 Uhr | dpa

Tote in Wanne: Gericht hält fahrlässige Tötung für denkbar. Justitia-Figur

Eine Figur der Justitia. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Im Fall einer ertrunkenen Pflegebedürftigen im Kreis Höxter hält das Gericht auch eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung für denkbar. Darauf wiesen die Richter des Landgerichts Paderborn am Dienstag im Prozess gegen den wegen Totschlags angeklagten Sohn der 79-Jährigen hin. Die Staatsanwaltschaft geht laut Anklage davon aus, dass der 54 Jahre alte Elektromonteur, der alleine mit seiner kranken Mutter in einem Haus in Marienmünster lebte, seine Mutter absichtlich in der Badewanne untergehen ließ. Das Gericht gab zu Bedenken, dass der 54-Jährige auch davon ausgegangen sein könnte, dass sich die kranke Frau alleine habe über Wasser halten können und nur deshalb für kurze Zeit das Badezimmer verlassen hatte.

Der angeklagte Deutsche selbst sagte am Dienstag aus, er habe seine Mutter an dem Morgen im August 2020 tot in ihrem Bett vorgefunden und die Leiche in der Badewanne gewaschen. Ein Gerichtsmediziner legte dem Gericht jedoch dar, dass die Seniorin zweifelsfrei ertrunken sei. Ein Urteil soll am 24. Februar fallen.

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