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Ministerin will Strategie für digitale Bildung vorantreiben

Potsdam  

Ministerin will Strategie für digitale Bildung vorantreiben

22.02.2021, 12:53 Uhr | dpa

Ministerin will Strategie für digitale Bildung vorantreiben. Digitale Bildung

Ein Lehrer unterrichtet im Lehrerzimmer am Laptop. Foto: Felix Kästle/dpa (Quelle: dpa)

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) will die Strategie für digitale Bildung in Schulen vorantreiben. Bis zu den Sommerferien sollen mit den Schulträgern, Schulleitungen und Verbänden die Ziele für die Ausstattung der Schulen, das Lernen mit digitalen Medien und die Fortbildung für Lehrkräfte formuliert werden, kündigte Ernst am Montag in Potsdam an. Dazu legte sie ein 50-seitiges Diskussionspapier vor.

Neben der technischen Ausstattung sei entscheidend, wie guter Unterricht mit digitalen Medien gestaltet werde, betonte Ernst. So gebe es viele Bereiche, in denen Schüler auch nach der Pandemie besser eigenständig arbeiten könnten. Als Beispiel nannte Ernst die individuelle Förderung von Schülern je nach ihrer Leistungsstärke.

Die Voraussetzungen für den digitalen Unterricht seien inzwischen gut vorangekommen, meinte Ernst. Mittlerweile nutzten rund zwei Drittel der gut 900 Brandenburger Schulen die Schulcloud, die gemeinsam mit Niedersachsen und Thüringen noch weiter entwickelt werden soll. Inzwischen lägen auch für alle öffentlichen Schulen die Anträge für die Ausstattung aus dem Digitalpakt vor. Damit seien die zur Verfügung stehenden rund 168 Millionen Euro ausgeschöpft. Zusätzlich hat das Land noch Mittel für bis zu 25 000 Laptops bereitgestellt. Die Lieferung der digitalen Ausstattung könne angesichts der großen Nachfrage aber dauern, räumte Ernst ein.

Der Städte- und Gemeindebund erklärte, eine weitgehende Digitalisierung des Bildungswesens bedürfe einer Verständigung über die Kostenaufteilung zwischen Land, Eltern und Schulträgern. "Jedenfalls sind die kommunalen Schulträger derzeit weder personell noch finanziell darauf eingestellt, die rund 250 000 Schülerinnen und Schüler im Land dauerhaft mit digitalen Endgeräten auszustatten, diese zu warten, zu reparieren und zu finanzieren", teilte Geschäftsführer Jens Graf mit.

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