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Ein Drittel weniger Fahrgäste bei Harzer Schmalspurbahnen

Wernigerode  

Ein Drittel weniger Fahrgäste bei Harzer Schmalspurbahnen

23.02.2021, 13:53 Uhr | dpa

Ein Drittel weniger Fahrgäste bei Harzer Schmalspurbahnen. Harzer Schmalspurbahnen

Eine Dampflokomotive der Harzer Schmalspurbahnen (HSB). Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die Harzer Schmalspurbahnen haben im Corona-Jahr 2020 deutliche Fahrgast- und Umsatzeinbußen verzeichnet. An insgesamt 122 Tagen habe der Betrieb auf weiten Teilen des rund 140 Kilometer langen Streckennetzes geruht, teilte das Unternehmen am Dienstag in Wernigerode mit. Das habe auch die wirtschaftlich wichtige Strecke zum Brocken betroffen. Insgesamt seien auf den verschiedenen Strecken rund 790 000 Fahrgäste unterwegs gewesen und damit ein Drittel weniger als im Jahr 2019, damals waren es knapp 1,2 Millionen. Allein auf der Strecke zum Brocken wurden 452 000 Reisende gezählt.

Der Jahresumsatz sei von über 14 auf rund 10 Millionen Euro zurückgegangen, hieß es weiter. Die Verluste seien weitgehend aufgefangen worden durch einen gemeinsamen Rettungsschirm von Bund und Ländern für den öffentlichen Personennahverkehr. Bei der HSB arbeiten rund 260 Menschen, viele sind seit Montag in Kurzarbeit.

Unabhängig von der Corona-Pandemie gebe es auch in diesem Jahr aufgrund steigender Kosten eine Ticketpreis-Erhöhung. Damit koste eine Brockenfahrt ab dem 1. März 33 Euro für die einfache Fahrt, für Hin- und Rückfahrt würden 49 Euro fällig. Zahlreiche Preise blieben allerdings stabil. Auch Preisnachlässe für Familien und Fahrgäste, die die weniger gefragten Fahrzeiten nutzten, blieben erhalten.

Derzeit herrscht Betriebsruhe auf dem Streckennetz außerhalb des thüringischen Abschnitts zwischen Nordhausen und Ilfeld sowie dem zwischen Wernigerode und Schierke gefahrenen Notfahrplan. Wann der Zugverkehr wieder aufgenommen werden könne, hänge von der Pandemielage ab.

Ein wichtiges Thema für die HSB ist auch die Instandhaltung des historische Fuhrparks, zu dem unter anderem 25 Dampflokomotiven zählen. Trotz der Corona-Pandemie seien die Arbeiten fortgeführt worden, hieß es. Insgesamt sei 2020 und bis jetzt an neun Dampfloks, drei Dieselloks, drei Triebwagen und zwölf Reisezugwagen gearbeitet worden. Auch der Bau der neuen Dampflokwerkstatt in Wernigerode komme in großen Schritten voran. Im Herbst solle der letzte Bauabschnitt abgeschlossen sein.

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