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Streit an Tankstelle: Angeklagter räumt Tötung ein

Aurich  

Streit an Tankstelle: Angeklagter räumt Tötung ein

24.02.2021, 15:10 Uhr | dpa

Nach einem tödlichen Streit an einer Tankstelle muss sich ein 22-Jähriger seit Mittwoch vor dem Landgericht Aurich wegen Mordes verantworten. Er soll einen Bekannten mit Messerstichen umgebracht haben. Der Angeklagte habe über seinen Anwalt eingeräumt, für die Tötung verantwortlich zu sein, sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch. Er habe beteuert, er habe das Opfer nicht töten wollen. Nach der Einlassung sei der Angeklagte auch auf Fragen des Gerichts eingegangen, sagte der Sprecher.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, den gleichaltrigen Bekannten im vergangenen September nach einer Feier bei einem Streit an einer Tankstelle im ostfriesischen Wiesmoor getötet zu haben. Demnach soll er im betrunkenen Zustand mehrfach auf den Oberkörper und das Gesicht des Opfers eingestochen haben. Das Opfer starb wegen des hohen Blutverlustes. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Deutsche bei der Tat aus niedrigen Beweggründen handelte und die Absicht hatte, den Bekannten zu töten.

Zum Prozessauftakt sagten auch Zeugen aus, darunter ein Ersthelfer und eine Tankstellen-Angestellte. Insgesamt sind noch fünf weitere Verhandlungstage angesetzt. Auch ein psychiatrischer Gutachter soll gehört werden. Im Fall einer Verurteilung wegen Mordes droht dem Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe.

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