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Bisher 89 000 Sachsen-Anhalter geimpft: Termine für Lehrer

Burg (bei Magdeburg)  

Bisher 89 000 Sachsen-Anhalter geimpft: Termine für Lehrer

25.02.2021, 16:45 Uhr | dpa

Bisher 89 000 Sachsen-Anhalter geimpft: Termine für Lehrer. Eine Person wird im Impfzentrum gegen Covid-19 geimpft

Eine Person wird im Impfzentrum gegen Covid-19 geimpft. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Knapp zwei Monate nach dem Beginn der Impfungen gegen das Coronavirus hat Sachsen-Anhalt 89 000 Menschen versorgt. Gut 56 Prozent beziehungsweise 50 118 von ihnen wurden bereits zwei Mal geimpft und haben damit die volle Schutzwirkung erreicht, wie aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag hervorgeht. Besonders hoch ist die Versorgung bei den Pflegeheimbewohnern. Gleichzeitig liegt ein Großteil des gelieferten Wirkstoffs von Astrazeneca noch ungenutzt auf Halde.

Er kann mangels ausreichender Studienergebnisse bei älteren Menschen derzeit nur bei unter 65-Jährigen genutzt werden - und soll unter anderem bei Impfungen von Lehrkräften sowie Erzieherinnen und Erziehern zum Einsatz kommen. So will am Freitag der Kreis Jerichower Land mit der Immunisierung des pädagogischen Personals beginnen. Die Kapazitäten erlaubten, am Freitag bis zu 1000 Impfberechtigte zu versorgen, sagte eine Sprecherin. Dafür müssten die Lehrkräfte und Erzieherinnen vorab keine Termine buchen, sondern könnten in dem Zeitraum vorbeikommen, der für ihre Gemeinde vorgesehen sei.

Laut einer Übersicht des Robert Koch-Instituts wurde zunächst nur rund ein Viertel der bisher gelieferten 37 050 Astrazeneca-Impfdosen verwendet. Bundesweit lag der Anteil der bereits genutzten Lieferungen mit 16,5 Prozent noch niedriger. In Hamburg wurde zumindest schon ein Drittel der Astrazeneca-Dosen verabreicht. In Thüringen und Sachsen lag sogar noch fast der komplette Astrazeneca-Impfstoff auf Halde. Die Übersicht bezieht sich auf Impfungen bis einschließlich Dienstag.

Zuvor hatte auch die "Mitteldeutsche Zeitung" (Donnerstag) über die hohen Lagerbestände berichtet. Die Zeitung berichtete darüber, dass unter anderem im Saalekreis Termine kurzfristig abgesagt wurden, als die Impfberechtigten erfuhren, dass sie mit Astrazeneca geimpft werden sollten. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) hatte zuletzt in der Landespressekonferenz gesagt, sie verstehe die Vorbehalte gegen das Präparat nicht. "Ich kann nur wiederholen: Das ist ein guter Impfstoff, der wenige Nebenwirkung hat und eine gute Alternative ist", sagte sie.

In Deutschland sind derzeit drei Wirkstoffe zugelassen. Die Stoffe von Biontech/Pfizer und von Moderna können für alle Volljährigen verwendet werden; der Impfstoff von Astrazeneca wird wegen fehlender Studiendaten bei älteren Menschen derzeit nur bei Menschen unter 65 Jahre genutzt. Der Bund hat festgelegt, in welcher Reihenfolge einzelne Gruppen gegen das Coronavirus geimpft werden sollen. Entscheidend ist vor allem das persönliche Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken. Zuletzt wurde entschieden, wegen der Schulöffnungen pädagogisches Personal an Grund- und Förderschulen sowie Kitas bevorzugt mit Impfstoff zu versorgen.

Nach jüngsten Angaben des Gesundheitsministeriums bekamen seit dem Start der Impfkampagne Ende Dezember bisher 86 Prozent der Pflegeheimbewohner bisher mindestens eine Schutzimpfung, mehr als die Hälfte hatte auch schon den zweiten Termin. Deutlich geringer ist die Versorgung der anderen Gruppen in der höchsten Priorität: Beim Personal in Pflegeheimen und Kliniken wurde bisher jeder zweite einmal und jeder dritte Berechtigte schon zweimal geimpft. Bei den über 80-Jährigen, die nicht in Pflegeheimen wohnen, haben 16 Prozent die erste und neun Prozent beide nötigen Impfungen.

In einigen Kreisen ist die Versorgung der Impfwilligen unter 65 Jahre schon so weit, dass die zweite Prioritätengruppe Termine für eine Immunisierung mit Astrazeneca bekommen kann. Das erlaubt es etwa dem Jerichower Land, die Lehrkräfte aus Grund- und Förderschulen, Erzieherinnen und Erzieher am Freitag - und damit vor dem Schulstart am Montag - ein Impfangebot zu machen. Inwiefern auch andere Kreise schon so weit sind, konnten Gesundheitsministerium und Landkreistag zunächst nicht sagen.

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