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Noch kein Ende der Geflügelpest in Niedersachsen in Sicht

Oldenburg  

Noch kein Ende der Geflügelpest in Niedersachsen in Sicht

01.03.2021, 05:41 Uhr | dpa

Noch kein Ende der Geflügelpest in Niedersachsen in Sicht. Gänse stehen auf dem Hof eines Geflügelzüchters

Gänse stehen auf dem Hof eines Geflügelzüchters. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Nachdem es einige Wochen keine neuen Fälle von Geflügelpest in Niedersachsen gab, sind seit dem vergangenen Wochenende wieder Neuausbrüche aus Nutztierställen gemeldet worden. Betroffen seien Putenbestände in den Landkreisen Cloppenburg und Diepholz sowie ein Legehennenbetrieb in Landkreis Aurich, sagte der Geschäftsführer des Niedersächsischen Geflügelwirtschaftsverbandes, Dieter Oltmann, in Oldenburg.

Allerdings gab es in den vergangenen Wochen vor allem in Mecklenburg-Vorpommern vermehrt Fälle der für Tiere hochansteckenden Geflügelpest. Laut Agrarministerium in Hannover sind Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern die beiden am stärksten von der Geflügelpest betroffenen Bundesländer.

Dass es nun neue Ausbrüche der Krankheit in niedersächsischen Ställen gegeben habe, hänge seiner Ansicht nach vor allem mit dem erneuten Zug der Wildvögel über Niedersachsen zusammen, sagte Oltmann. "Wir haben auch immer wieder Funde von Wildvögeln, die mit dem Virus infiziert waren."

Über die wirtschaftlichen Schäden für die Geflügelbranche ließen sich noch keine Angaben machen. "Die Betriebe sind versichert, der grobe Schaden wird ersetzt", sagte er. Allerdings ersetze die Versicherung nicht alle Schäden: Mindereinnahmen, die beispielsweise durch Handelsbeschränkungen in den betroffenen Regionen entstehen, seien nicht abgedeckt, erklärte Oltmann.

Meldungen aus Russland zufolge ist inzwischen erstmals der Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N8 auf Menschen übergesprungen. Demnach wurden sieben Mitarbeiter einer Geflügelfarm im Süden des Landes im Dezember infiziert, die einen milden Krankheitsverlauf hatten. In Deutschland gab es noch keinen Hinweis auf eine Übertragung auf den Menschen. Für Tiere ist der Virus hoch ansteckend.

Die Ressortchefs Barbara Otte-Kinast (CDU) in Niedersachsen und Till Backhaus (SPD) in Mecklenburg-Vorpommern sowie Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) einigten sich inzwischen auf ein Monitoring der Personen, die in Kontakt mit infizierten Tieren kommen. Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Instituts, des Robert Koch-Instituts und der Universität Rostock sollen eine Studie zu den Infektionsrisiken für Menschen konzipieren.

Laut Friedrich-Loeffler-Institut tritt die Vogelgrippe mit verschiedenen Subtypen auf. Von mehreren war bislang schon bekannt, dass sich Menschen damit anstecken können. Die Infektionskrankheit galt für Menschen als ungefährlich. Eine Übertragung über infizierte Lebensmittel gilt als unwahrscheinlich.

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