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Sonderpädagogische Förderung: Jeder dritte Antrag abgelehnt

Schwerin  

Sonderpädagogische Förderung: Jeder dritte Antrag abgelehnt

03.03.2021, 15:48 Uhr | dpa

Sonderpädagogische Förderung: Jeder dritte Antrag abgelehnt. Simone Oldenburg

Simone Oldenburg blickt in die Runde. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Schulbehörden in Mecklenburg-Vorpommern haben im Schuljahr 2019/2020 mehr als jeden dritten Antrag auf sonderpädagogische Förderung von Schülern und Schülerinnen abgelehnt. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken im Landtag hervor. Danach wurden 2838 Anträge gestellt, von denen 1659 genehmigt wurden. Das ist ein Anteil von 58,5 Prozent.

Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag, Simone Oldenburg, kritisierte die Ablehnungsquote von mehr als 40 Prozent als Sparmaßnahme. "Mit einer derartigen Bewilligungspraxis drückt das Bildungsministerium die Expertise der Lehrerinnen und Lehrer in den Skat, die die Schwächen und Stärken der Schülerinnen und Schüler aus dem Lernalltag ganz genau kennen", sagte sie. "Es ist nicht hinnehmbar, dass so viele Anträge abgelehnt werden, Inklusion nach Kassenlage darf es nicht geben." Für Kinder mit Förderbedarf gibt es zusätzliche Stundenzuweisungen.

Das Bildungsministerium verwies darauf, dass die Entscheidungen über den sonderpädagogischen Förderbedarf von Schülern seit dem Jahr 2014 nach landesweit einheitlichen und verbindlichen Standards erfolgten. Zudem stünden jährlich mehr als 7000 Lehrerwochenstunden für pädagogische, sonderpädagogische und inklusive Maßnahmen zur Verfügung - unabhängig von der Schülerzahl.

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