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Selbstgebastelte Speere: Dekorierter Raum in Ruine entdeckt

Kobern-Gondorf  

Selbstgebastelte Speere: Dekorierter Raum in Ruine entdeckt

04.03.2021, 12:54 Uhr | dpa

Nach dem Fund Dutzender selbstgebastelter Speere in Kobern-Gondorf (Landkreis Mayen-Koblenz) sowie eines dekorierten Raums in einer nahe gelegenen Burgruine ist der mutmaßliche Besitzer gefunden worden. Demnach hat die Polizei nach entsprechenden Zeugenhinweisen am Donnerstag einen 44-Jährigen ausfindig gemacht, hieß es in einer Mitteilung. Der Mann gab laut Polizei an, an besagtem Ort ein Fotoshooting geplant zu haben.

In der Burgruine Niederburg war nach Angaben eines Polizeisprechers einer der offenen Räume "etwas schräg zurechtgemacht" worden. "Aufgrund der Gesamtsituation konnte der Eindruck gewonnen werden, dass hier eine keltische Veranstaltung beziehungsweise Zeremonie stattfinden sollte", hieß es.

In der Burgruine war laut Sprecher unter anderem ein Wandteppich angebracht und eine Art Altar aufgestellt worden. In zwei Kisten seien außerdem unter anderem Hämmer, Sicheln und diverse Messer mit aufgemalten Runenzeichen sowie zwei Langbögen mit Pfeilen gefunden worden, teilte die Polizei weiter mit.

In der wenige Hundert Meter entfernten Matthiaskapelle hatte die Polizei am Mittwoch nach Hinweis von Zeugen 44 Speere und eine mittelalterliche Dekoaxt gefunden. Für den Bau der Speere waren laut Polizei Küchenmesser mittels Klebeband an Besenstielen befestigt worden.

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