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Verklebte Federn mit Asche gereinigt: Eule wird behandelt

Hattingen  

Verklebte Federn mit Asche gereinigt: Eule wird behandelt

04.03.2021, 13:26 Uhr | dpa

Verklebte Federn mit Asche gereinigt: Eule wird behandelt. Schleiereule

Eine Schleiereule mit stark verklebtem Gefieder wird derzeit in einer Vogelauffangstation in Hattingen behandelt. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Eine Schleiereule mit stark verklebtem Gefieder wird derzeit in einer Vogelauffangstation in Hattingen behandelt. Ein Bürger aus Herne hatte die vermutlich in eine Klebefalle geratene Eule entdeckt und zur Tierklinik Recklinghausen gebracht, wie Thorsten Kestner von der Paasmühle genannten Station am Donnerstag berichtete. Von der Klinik kam der Vogel dann nach Hattingen. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über die Behandlung berichtet.

Der Kleber sei massiv, sagte Kestner. "Es ist eine Riesensauerei." Zwei Stunden habe die erste Behandlung gedauert, bei der der Kleber mit Hilfe von Asche aus den Federn geholt wurde. "Vom Hauptgefieder sind viele Federn kaputt." Der Vogel komme aber durch. Zuvor habe der Kopf am Hals und ein Flügel an einem Bein festgeklebt. In einem Labor werde nun untersucht, um welche Art von Kleber es sich handelt, damit das richtige Reinigungsmittel verwendet werden könne. "Es ist schon ein bisschen aufwendig." Die Auffangstation arbeite dabei mit dem Verein "Project Blue Sea" zusammen, der sich unter anderem um Meeresvögel nach Ölunfällen kümmert.

Für die Schleiereule sei es gerade eine "Extremzeit", sagte Kestner weiter. Das Tier müsse sich nun stabilisieren. Mäuse fresse es aber schon. Der Vogelexperte rechnet damit, dass "Paula" etwa ein Jahr in der Paasmühle bleibt und erst dann wieder ausgewildert werden kann. Zuvor müssten die Federn nachgewachsen sein. "Das Gefieder muss perfekt sein."

Die Auffangstation ist laut Kestner auf Eulen, Greifvögel und Wasservögel spezialisiert. Im vergangenen Jahr war dort ein "Paul" genannter Kauz mit ebenfalls völlig verklebtem Gefieder behandelt worden. Der jüngste Mitbewohner wurde daher kurzerhand "Paula" genannt - noch ohne das Geschlecht zu kennen.

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