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Schwesig kritisiert schleppende Vorbereitung für Massentests

Schwerin  

Schwesig kritisiert schleppende Vorbereitung für Massentests

04.03.2021, 15:37 Uhr | dpa

Schwesig kritisiert schleppende Vorbereitung für Massentests. Manuela Schwesig

Manuela Schwesig (SPD)steht bei einer Aktion. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach der Kritik an der schleppenden Versorgung mit Corona-Impfstoff hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) der Bundesregierung auch gravierende Defizite bei der Vorbereitung der Corona-Schnelltests vorgeworfen. "Enttäuschend ist, dass die Bundesregierung keine Vorsorge getroffen hat, dass die Selbsttests jetzt an die Länder gehen können, um zum Beispiel Kitas und Schulen abzusichern. Ich habe kein Verständnis dafür, warum Selbsttests, die jetzt auf den Markt kommen, in Discounter gehen, aber nicht geordert worden sind für Kita und Schule", sagte Schwesig am Donnerstag in Schwerin.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern habe in dieser Woche entschieden, zwei Millionen dieser Selbsttests zu kaufen. Diese sollen an Schulen und Kitas zum Einsatz kommen. Sie hoffe, dass die Bestellung ausgeliefert werde, bevor die Tests auf den freien Markt kommen. Eine Gewähr dafür gebe es aber nicht. Erste Discounter haben den Verkaufsstart bereits angekündigt.

Das Angebot der Bundesregierung, ab April über eine Plattform solche Tests ordern zu können, komme zu spät. Bis dahin müssten sich die Länder selbst helfen. Ziel sei es, für Erzieher, Kita-Kinder, Lehrer und Schüler regelmäßig kostenlose Schnelltests bereitzustellen. Zudem solle sichergestellt werden, dass sich jeder Bürger im Land von der kommenden Woche an einmal pro Woche kostenlos auf eine Corona-Infektion testen lassen kann.

Für die geplanten kostenlosen Corona-Schnelltests durch geschultes Personal als Angebot für alle Bürger sind laut Bundesgesundheitsministerium genug Tests auf dem Markt. 150 Millionen Schnelltests lägen nach Herstellerangaben bereits heute auf Halde und könnten direkt geliefert werden, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Länder und Kommunen müssten diese nur abrufen. Bei Selbsttests für zu Hause, von denen erste Produkte zugelassen worden sind, habe der Bund mehr als 200 Millionen Stück gesichert. Mit weiteren Herstellern liefen Gespräche.

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