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Garant Geiger, schwache Langläufer: Das Zeugnis des WM-Teams

Oberstdorf  

Garant Geiger, schwache Langläufer: Das Zeugnis des WM-Teams

07.03.2021, 02:01 Uhr | dpa

Garant Geiger, schwache Langläufer: Das Zeugnis des WM-Teams. Langlauf-WM in Oberstdorf

Sportler bei der Langlauf-WM in Oberstdorf. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Quelle: dpa)

Sechs Medaillen in 23 Entscheidungen. Der Deutsche Skiverband (DSV) hat bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf nicht an die Gold-Festspiele von Lahti 2017 oder Seefeld 2019 anknüpfen können. Zu den Garanten für Gold, Silber und Bronze werden Skispringer Karl Geiger und Kombinierer Eric Frenzel. Die Langläufer hingegen sind ganz weit weg. Das WM-Zeugnis für die sechs Sparten:

SKISPRUNG MÄNNER - NOTE 1

Die deutschen Skispringer haben sich wie in den vergangenen Jahren als absolute Medaillengaranten erwiesen. Angeführt von Lokalmatador Karl Geiger, der in seiner Heimat Silber und Bronze in den Einzeln holte, gelangen auch im Mixed-Team (Gold) und im Teamspringen der Männer (Gold) hervorragende Leistungen. Das Team von Bundestrainer Stefan Horngacher hat damit in jedem Wettkampf Edelmetall geholt. Der entthronte Einzel-Weltmeister Markus Eisenbichler konnte sich so immerhin mit zwei Titeln im Team trösten.

SKISPRUNG FRAUEN - NOTE 3-4

Der ganz große Glanz der vergangenen Jahre ist vorbei. Garantierten Carina Vogt und Katharina Althaus bei den vergangenen fünf Großereignissen immer Einzelmedaillen, fiel die Bilanz in den reinen Frauenwettbewerben diesmal schlecht aus. In den Einzeln ging es nicht über Rang zehn hinaus, bei der Titelverteidigung im Team war das deutsche Quartett chancenlos. Ein sportliches Fiasko verhinderten Althaus und Anna Rupprecht, die beim Mixed mit starken Leistungen maßgeblich zum WM-Titel beitrugen. Zum Saisonende verabschiedet sich der langjährige Bundestrainer Andreas Bauer.

KOMBINATION MÄNNER - NOTE 3

Die Zeiten der deutschen Dominierer sind vorbei. Holte Johannes Rydzek vor vier Jahren in Lahti noch viermal Gold, gab es diesmal überhaupt keinen deutschen WM-Titel. Eric Frenzel belegte in beiden Einzelwettbewerben den vierten Rang, dafür reichte es im Teamsprint (mit Fabian Rießle) zu Bronze und im Teamwettbewerb (mit Rießle, Vinzenz Geiger und Terence Weber) zu Silber. Der Norweger Jarl Magnus Riiber - dekoriert mit zweimal Gold und zweimal Silber - wurde seiner Favoritenstellung gerecht. Die Lokalmatadoren Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek erlebten eine insgesamt enttäuschende WM.

KOMBINATION FRAUEN - NOTE 4-5

Diese Premiere, zumal in der Heimat, hätte sich der DSV ganz anders vorgestellt. Nicht das deutsche Team um Talent Jenny Nowak prägte die sehnsüchtig erwartete Kombi-Premiere der Frauen, sondern Norwegens Frauen, die einen Dreifacherfolg einfuhren. Die Plätze 11, 17, 18 und 19 waren für den ambitionierten deutschen Verband definitiv zu wenig, zumal das junge Team von Bundestrainer Klaus Edelmann in beiden Sparten (Skispringen und Langlauf) große Schwächen offenbarte.

LANGLAUF MÄNNER - NOTE 5

Seit seiner Amtsübernahme im Frühjahr 2018 wies Deutschlands Teamchef Peter Schlickenrieder immer wieder darauf hin, wie wichtig die Heim-WM in Oberstdorf sei. Nun waren bei den Titelkämpfen keine Medaillen oder Riesenleistungen zu erwarten, das Männer-Team enttäuschte dennoch auf ganzer Linie. Ein schwaches Resultat im Sprint machte den Anfang, ein verlorener Ski im Teamsprint wurde zum Sinnbild. Meistens stapften die deutschen Athleten geknickt in die Interview-Zone, um die durchwachsenen Resultate zu erklären. Auch in der Staffel war das Team weit weg.

LANGLAUF FRAUEN - NOTE 4-5

Nachdem Klassik-Spezialistin Katharina Hennig in diesem Winter schon einen Podestplatz geholt hatte, wurde vor der WM von einer Sensation geträumt - bis zum Skiathlon. Dort kämpfte Hennig nach einem sehr schwachen Rennen und Rang 29 mit ihren Emotionen. Laura Gimmler mit einem Top-10-Ergebnis im Sprint und die tapfere Staffel auf Rang fünf machten Mut, doch das deutsche Langlauf-Team wollte zur WM schon viel weiter sein. Zum Abschluss im 30-Kilometer-Rennen holte Gimmler noch einmal Rang zehn, Hennig brach ein und kam nicht über Rang 18 hinaus.

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