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Bayer: Anhörung zu Glyphosat-Vergleich auf Mai verschoben

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Bayer: Anhörung zu Glyphosat-Vergleich auf Mai verschoben

10.03.2021, 18:48 Uhr | dpa

Bayer: Anhörung zu Glyphosat-Vergleich auf Mai verschoben. Bayer

Blick auf das Logo von Bayer. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Eine mögliche Lösung für die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten des Agrarchemie- und Pharmakonzerns Bayer in den USA lässt länger auf sich warten als gedacht. Eine ursprünglich für Ende März angesetzte Anhörung vor dem zuständigen Bundesrichter Vince Chhabria wurde auf den 12. Mai verschoben, wie ein Unternehmenssprecher am Mittwoch bestätigte. "Die Klägeranwälte haben mit unserer Zustimmung bei Gericht einen Antrag auf Verschiebung der Anhörung für die vorläufige Genehmigung eingereicht." Dadurch sollten die beteiligten Parteien mehr Zeit haben, auf die von Dritten vorgebrachten Einwände einzugehen.

Bei der Anhörung geht es um eine neue Lösung für den Umgang mit künftigen US-Klagen, auf die sich Bayer und die Gegenseite Anfang Februar geeinigt hatten. Den ersten Vorschlag für diesen entscheidenden Teil des milliardenschweren Glyphosat-Vergleichs hatte der Richter im vergangenen Jahr abgelehnt.

Die Rechtsstreitigkeiten sind Folge der Übernahme des einstigen US-Rivalen Monsanto. Ein Kassenschlager von Monsanto ist der Unkrautvernichter Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat. Viele Landwirte setzen das Mittel ein, auch manche Schrebergärtner nutzen es. Bayer betont, dass Glyphosat bei sachgerechter Anwendung sicher sei, Kritiker warnen hingegen vor Gefahren für die Gesundheit.

In den USA sorgte Glyphosat für eine Klagewelle. Inzwischen meldeten rund 125 000 Kläger Ansprüche an. Für bis zu 9,6 Milliarden Dollar will Bayer Ansprüche von bereits eingegangenen Klageschreiben abgelten. Rund 90 000 Klagen sind bereits abgehakt. Verhandlungen zu 35 000 weiteren Klagen laufen noch.

Die Einigung zu einem wichtigen separaten Strang steht noch aus: Es geht um Klagen, die erst in Zukunft eingereicht werden könnten. Hierfür legte Bayer 2 Milliarden Dollar auf die hohe Kante. Allerdings steht noch die Zustimmung des US-Richters zu diesem Vertragswerk aus.

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