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Anklage wegen hundertfachen Betrugs gegen Pay-TV-Anbieter

Rosenheim  

Anklage wegen hundertfachen Betrugs gegen Pay-TV-Anbieter

11.03.2021, 13:03 Uhr | dpa

In mehr als 700 Fällen soll ein Mann das Entschlüsselungssignal eines Pay-TV-Anbieters illegal weiterverkauft haben. Der 30-Jährige aus Rosenheim habe damit rund 144 000 Euro verdient, teilte die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) mit Sitz in Bamberg am Donnerstag mit.

Bei der Betrugsmasche wird die Original-Chipkarte zum Empfang des Pay-TV an einen Server angeschlossen. Nach Angaben der Ermittler verschaffte sich der 30-Jährige Zugang zu solchen Servern. Zwischen 2013 und 2018 soll er dann zahlreichen Nutzern gegen Geld Kontrollwörter und manipulierte Receiver zum Empfang des Pay-TV-Angebots besorgt haben.

Zu den Kunden des Mannes gehörten laut ZCB neben Privatpersonen auch eine Reihe von Wettbüros und Gaststätten in Südbayern, die teilweise schon verurteilt wurden. Dem Pay-TV-Anbieter sollen durch den Betrug knapp 130 000 Euro entgangen sein.

Die Ermittler werfen dem Rosenheimer in 103 Fällen gewerbsmäßigen Computerbetrug und in 630 Fällen versuchten Betrug vor. Das Gesetz sieht für jeden Fall Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor. Der Mann hat den Angaben nach schon ein Geständnis abgelegt. Das Landgericht München II muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden.

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