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Sanierungsetappe im ehemaligen Uranabbaugebiet beendet

Seelingstädt  

Sanierungsetappe im ehemaligen Uranabbaugebiet beendet

12.03.2021, 13:31 Uhr | dpa

Sanierungsetappe im ehemaligen Uranabbaugebiet beendet. Einbringen der letzten Meter

Arbeiter der Wismut bringen die letzten Meter des Abflusses in die Erde. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Mit dem Einstechen des letzten acht Meter langen Abflusses hat die Wismut GmbH nach 29 Jahren eine wichtige Sanierungsmaßnahme im ehemaligen Uranabbaugebiet in Ostthüringen beendet. Während die Arbeiten an den anderen industriellen Absetzanlagen (IAA) bereits weitgehend abgeschlossen waren, sei in der IAA Culmitzsch nun der letzte "Entwässerungsdocht" eingebracht worden, teilte die Wismut GmbH am Freitag mit.

Von 1992 bis heute wurden an der Absetzanlage Culmitzsch insgesamt über 8000 Kilometer dieser "Entwässerungsdochte" eingearbeitet. Mit den bis zu 30 Meter langen Dochten (Drains) wird den radioaktiven Schlämmen das Porenwasser soweit wie möglich entzogen. Bei den Bohrungen handelt es sich den Angaben nach um "eine der aufwendigsten Maßnahmen" bei der Sanierung.

Das Bergbauunternehmen Wismut AG und später SDAG Wismut hat zwischen 1946 und 1990 Uran in Sachsen und Thüringen für die Atomindustrie der Sowjetunion abgebaut. Das Staatsunternehmen Wismut GmbH ist seit 1991 für die Sanierung und Rekultivierung der Wismut-Hinterlassenschaften zuständig. 154 Millionen Kubikmeter feinkörnige Schlämme, radioaktiv und mit Schwermetallen belastet, sind als Vermächtnis der chemischen Uranerzaufbereitung in Sachsen und Thüringen 1990 zurückgeblieben.

Die Lagerstätte Culmitzsch war die viertgrößte Uranlagerstätte der Wismut und ist das am längsten dauernde Großprojekt der Wismut GmbH. Die Arbeiten zur Kernsanierung in der rund 250 Hektar großen Anlage sollen 2028 beendet sein. Die Arbeiten an den anderen Anlagen sind nach Angaben der Wismut GmbH bereits weitgehend abgeschlossen. Im Rahmen eines Langzeitmonitorings werden die sanierten Anlagen auch über die nächsten Jahrzehnte mit Blick auf Umweltparameter überwacht.

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