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Erste Bio-Müllbeutel in Supermärkten

Straubing  

Erste Bio-Müllbeutel in Supermärkten

15.03.2021, 16:16 Uhr | dpa

Kompostierbare Beutel für Obst und Gemüse gibt es ab sofort in vier Supermärkten im niederbayerischen Straubing. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) gab am Montag den Startschuss für dieses den Angaben nach deutschlandweit einzigartige Pilotprojekt. Die Beutel bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke und sind biologisch abbaubar. Bislang seien in den vier Supermärkten neben Papiertüten auch Polyethylen-Beutel für Obst und Gemüse verwendet worden.

In einer sechsmonatigen Testphase soll erforscht werden, wie groß die Akzeptanz der Beutel bei den Verbrauchern ist und ob die Menschen die Bio-Beutel beispielsweise auch zur Entsorgung ihres Bioabfalls in ihrer Biotonne nutzen, wie das Ministerium mitteilte.

Die Markteinführung der Bio-Beutel sei Teil der bayerischen Bioökonomiestrategie, sagte Aiwanger. Diesem Projekt sollen fast 50 weitere Maßnahmen folgen. Insgesamt kamen in Deutschland den Angaben nach im Jahr 2019 mehr als 1,7 Milliarden herkömmliche, erdölbasierte Kunststofftragetaschen in den Verkehr. Für die Produktion eines halben Kilos Polyethylen benötigt man rund ein Liter Erdöl.

Das Modellprojekt findet unter der Federführung des Centralen Agrar-Rohstoff-Marketing- und Energie-Netzwerkes (CARMEN) des Freistaates Bayern statt. CARMEN ist in Straubing auf dem Gelände des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe angesiedelt, auf dem sich auch der Biotechnologie-Campus der Technischen Universität München (TUM) befindet.

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