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Heimgekehrter "Prometheus" wird zwei Jahre restauriert

Oldenburg  

Heimgekehrter "Prometheus" wird zwei Jahre restauriert

17.03.2021, 06:12 Uhr | dpa

Heimgekehrter "Prometheus" wird zwei Jahre restauriert. Rubens-Gemälde zurück in Oldenburg

Anna Heinze, Kuratorin, steht vor dem Gemälde "Der gefesselte Prometheus" (um 1613/14) von Peter Paul Rubens. Foto: Sina Schuldt/dpa/Aktuell (Quelle: dpa)

Das Landesmuseum Oldenburg muss sein kürzlich erworbenes Gemälde "Der gefesselte Prometheus" von Peter Paul Rubens vor einer dauerhaften Ausstellung für zwei Jahre restaurieren lassen. Das Kunstwerk des flämischen Meisters von 1613/14 habe in den letzten Jahrzehnten schwere Schäden erlitten, sagte Anna Heinze, die Kuratorin für alte Kunst. Das Bild der antiken Sagenfigur sei noch bis zum 11. April zu sehen. Nach der Restaurierung könne es hoffentlich zum 100-jährigen Jubiläum des Landesmuseums 2023 wieder gezeigt werden.

Für den "Prometheus" ist es eine Heimkehr nach Oldenburg. Das Bild gehörte von 1804 bis 1919 der Großherzoglichen Gemäldegalerie in Oldenburg und war ein Höhepunkt der Sammlung, wie Heinze sagte. Nach der Abdankung des Großherzogs wurde das Bild in die Niederlande verkauft und erlitt dort ein wechselvolles Schicksal. 2019 kam das barocke Kunstwerk zunächst als Leihgabe wieder nach Oldenburg. Im Februar konnte das Museum den "Prometheus" mit Hilfe des Landes und zweier Stiftungen für 150 000 Euro zurückkaufen, wie Heinze sagte.

Nur wegen der Schäden sei das Bild so günstig zu erwerben gewesen, sagte die Kuratorin. "Es gibt Stellen, an denen die Farbschicht bis auf die Grundierung verloren ist." Der Rubens zeige aber, "dass die großherzogliche Sammlung früher über Spitzenwerke verfügte".

Prometheus war der griechischen Sage nach an einen Berg gefesselt, ein Adler nagte an seiner Leber. Von der Rubenschen Darstellung gibt es eine zweite Fassung im Kunstmuseum von Philadelphia in den USA. Der kraftstrotzende Körper des Titanen beeindruckte einen schmächtigen Jungen namens Sylvester Stallone so sehr, dass er sich aufs Muskeltraining verlegte. So habe der Weg zu Actionfiguren wie Rocky und Rambo begonnen, sagte Stallone 2016 der Kunstzeitschrift "Blau".

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