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Ex- und Importe von Rheinland-Pfalz sinken zu Jahresbeginn

Bad Ems  

Ex- und Importe von Rheinland-Pfalz sinken zu Jahresbeginn

31.03.2021, 15:43 Uhr | dpa

Die Corona-Pandemie und der Brexit haben zu Jahresbeginn Spuren in der rheinland-pfälzischen Wirtschaft hinterlassen. Der Außenhandel lag im Januar deutlich unter den Werten des Vorjahres, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems am Mittwoch mitteilte. Nach vorläufigen Angaben beliefen sich die Ausfuhren auf 4,1 Milliarden Euro - das waren 5,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Importe erreichten einen Warenwert von drei Milliarden Euro und lagen um 8,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

"Wir haben in Rheinland-Pfalz bereits in den vergangenen zwei Jahren einen Abwärtstrend beobachtet", sagte Andrea Wedig von der Industrie- und Handelskammer Koblenz (IHK) der Deutschen Presse-Agentur. Im vergangenen Jahr hätten Brexit und Pandemie die Bilanz stark geprägt. "Der Abwärtstrend folgt sichtbar der Betroffenheit des jeweiligen Marktes von Corona. China traf es beispielsweise früher als die USA."

Auch die weltweiten Handelsstreitigkeiten hätten ihren Anteil am Rückgang. "Wir beobachten aber auch, dass sich die regionale Wirtschaft an die aktuelle Situation anpasst. So sind beispielsweise kleinere Liefervolumina gefragter als größere Chargen", sagte Wedig.

In die EU exportierte Rheinland-Pfalz im Januar Waren im Wert von 2,3 Milliarden Euro - das waren 1,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Exportrückgang nach Großbritannien, das Ende die EU verlassen hat, betrug 38 Prozent. Die Ausfuhren auf den amerikanischen Kontinent sanken um rund zehn Prozent. Mit minus 13 Prozent fielen die Rückgänge in die USA noch höher aus. Auch nach Asien wurden weniger Waren exportiert (minus 1,8 Prozent).

Auch die Importe lagen im Minus. Aus den Ländern der EU, dem Hauptimporteur, kamen 9,6 Prozent weniger Einfuhren. Mit knapp zwei Drittel brachen die Importe aus Großbritannien massiv eingebrochen. Zuwächse gab es dagegen bei den Einfuhren aus China (plus 3,1 Prozent) und Korea (plus 211 Prozent).

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