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Ostertage im Norden zwischen Corona und "Schietwetter"

Aurich  

Ostertage im Norden zwischen Corona und "Schietwetter"

04.04.2021, 15:00 Uhr | dpa

Ostertage im Norden zwischen Corona und "Schietwetter". Aprilwetter in Niedersachsen

Eine Forsythie blüht bei wechselhaftem Wetter in einem Garten. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa (Quelle: dpa)

Strikte Corona-Auflagen und kaltes Wetter haben den Spaß der Niedersachsen und Bremer an den freien Ostertagen getrübt. In der Region Hannover und vielen anderen Landkreisen sowie in Bremerhaven waren nächtliche Ausgangsbeschränkungen zu beachten. Auch einige Ausflugsziele waren gesperrt. Und nicht alle hatten es so gut wie die Menschen in Ostfriesland, die immerhin im eigenen Garten und mit der eigenen Familie kleine Osterfeuer abbrennen durften.

Die Polizei war Tag und Nacht im Einsatz, um die Einhaltung der Regeln zur Seuchenbekämpfung zu überprüfen. Über das Land verteilt wurden Hunderte Bußgeldverfahren wegen Verstößen eingeleitet.

In der Region Hannover mit ihren 1,1 Millionen Menschen zählte die Polizei in der Nacht auf Ostermontag etwa 100 Verstöße gegen die Ausgangssperre, wie ein Sprecher sagte. In den Nächten zuvor waren es jeweils etwas mehr als 80 Fälle gewesen. In Bremerhaven leiteten die Sicherheitskräfte in der Nacht auf Ostersonntag 43 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein; in der Nacht zum Ostermontag waren es den Angaben nach 35 Verfahren.

In den Kreisen Cloppenburg und Vechta kamen über das Osterwochenende 58 Bußgeldverfahren zusammen, wie die Polizei mitteilte. Dabei ging es um Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen allgemein wie um die Ausgangsbeschränkungen im Kreis Cloppenburg. In einer Lagerhalle in Garrel (Kreis Cloppenburg) wurde eine Hochzeitsfeier mit 31 Menschen aufgelöst. Im Emsland und in der Grafschaft Bentheim schrieb die Polizei am Samstag und Sonntag 87 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen. Allein 33 Fälle davon betrafen Verletzungen der Ausgangssperre im Kreis Emsland.

Das Wetter trug dazu bei, dass ein befürchteter Ansturm auf beliebte Ausflugsziele ausblieb - auf einen sonnigen Karsamstag folgte ein grauer Ostersonntag. Der wiederum wurde durch einen kalten Ostermontag mit Schneeschauern und Sturmböen abgelöst. Deshalb war zum Beispiel am Zwischenahner Meer nach Polizeiangaben wenig los. Man spüre fast nicht, dass Wochenende sei, sagte eine Sprecherin. "Das Wetter ist auch nicht so besonders."

Vor Ausflügen an die Nordseeküste musste man sich informieren: Geht das überhaupt? So war Dangast am Jadebusen für Tagesgäste geöffnet, große Teile des Landkreises Cuxhaven aber nicht. Viele Bürger hätten angerufen, ob sie denn kommen dürften, sagte ein Sprecher der Polizei Cuxhaven. Sie seien auf die Verbote hingewiesen worden.

Besonders schwer hatten es Wohnmobile, die wegen des Verbots touristischer Übernachtungen nicht willkommen waren. Am Samstag leitete die Polizei in den Kutterhäfen Dorum und Wremen 40 Bußgeldverfahren ein, viele gegen die Fahrer von Wohnmobilen. Im Landkreis Wittmund in Ostfriesland verstießen nach Polizeiangaben fast 30 Fahrer solcher Fahrzeuge gegen die Regeln.

Auch im Harz wiesen Polizisten auf das Übernachtungsverbot hin. Die meisten Fahrer mit Campmobilen seien verständnisvoll weiterfahren, teilte die Polizei in Braunlage mit. Doch in sieben Fällen wurde übernachtet, und es gab Bußgeldverfahren.

So hatten es die Ostfriesen am heimischen Osterfeuer am gemütlichsten. Zwar ging die Polizei am Karsamstagabend mehreren Anrufen wegen mutmaßlich verbotener Feiern oder Belästigungen durch Rauch nach. Es seien aber nur einzelne Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen festgestellt worden. "Im Großen und Ganzen verliefen die Feierlichkeiten in Bezug auf die traditionellen Osterfeuer friedlich und nach den geltenden Bestimmungen", hieß es in einer Mitteilung.

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