Sie sind hier: Home > Regional >

Aues Gonther befolgt "Anweisung" seiner Frau

Regensburg  

Aues Gonther befolgt "Anweisung" seiner Frau

04.04.2021, 15:35 Uhr | dpa

Aues Gonther befolgt "Anweisung" seiner Frau. Jahn Regensburg - Erzgebirge Aue

Samson Louis (l) von Aue und Max Besuschkow von Regensburg kämpfen um den Ball. Foto: Tobias Hase/dpa (Quelle: dpa)

Regensburg/Aue (dpa) – Als Abwehrchef von Erzgebirge Aue soll Sören Gonther eigentlich Tore verhindern. Dass der 34-Jährige aber auch über Vollstrecker-Qualitäten verfügt, bewies er im Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg. Mit seinem späten Tor in der 85. Minute zum 1:1-Endstand sicherte Gonther den Sachsen den 37. Punkt in der laufenden Saison der 2. Fußball-Bundesliga.

Nach seinem Treffer drehte der Innenverteidiger mit dem Daumen im Mund jubelnd ab und ließ sich von den Teamkollegen feiern. "Ich habe noch am Morgen von meiner Frau eine Anweisung bekommen, dass es endlich mal an der Zeit wäre, einen Schnuller-Jubel zu machen und dafür zu treffen", erklärte der dreifache Familienvater seinen Freudenausbruch mit einem verschmitzten Lächeln: "Ich habe mir in dieser Saison lange genug Zeit gelassen und daher hatte ich eine gewaltige Portion Druck. Ich bin froh, dass ich dem Druck standhalten konnte."

Seinen letzten Treffer hatte Gonther am 14. Juni 2020 in der Partie beim FC St. Pauli erzielt. Damals verlor Aue mit 1:2, diesmal holten die "Veilchen" immerhin noch einen Punkt. Danach sah es über weite Strecken des Spiels allerdings nicht aus. Nach dem frühen Gegentreffer von Jann George (5. Minute) waren die Regensburger dem zweiten Treffer in mehreren Situationen näher als der FC Erzgebirge dem Ausgleich. Torwart Martin Männel war aber nicht mehr zu bezwingen und hielt sein Team mit teils starken Reflexen im Spiel.

"Der 0:1-Pausenrückstand war nicht unverdient. Regensburg hatte bis dahin mehr in das Spiel investiert und war griffiger, was wir in der Kabine auch offen angesprochen haben", analysierte Trainer Dirk Schuster. Auch wenn nach dem Seitenwechsel die klaren Auer Chancen fehlten, war der 53-Jährige mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: "Wir hatten mehr Spielanteile, die Regensburger standen sehr tief. Der Ausgleich war nicht unverdient. Wir schätzen uns sehr glücklich, dass wir diesen hart erkämpften Punkt mitnehmen können."

In der Schlussphase gab es für die Erzgebirger einen weiteren Grund zur Freude. Philipp Riese, der sich am 16. Januar im Heimspiel gegen Düsseldorf das Wadenbein gebrochen hatte, feierte nach elfwöchiger Verletzungspause sein Comeback. Der zentrale Mittelfeldspieler sprach von einem "sensationellen Gefühl": "Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder gesund bin und dass es so schnell ging." Völlig beschwerdefrei ist der 31-Jährige aber noch nicht: "Es ist noch nicht wieder so, wie es vorher war. Das wird auch noch eine Zeit lang so bleiben. Ich kann den Schmerz aber ganz gut ausblenden."

Im Heimspiel gegen den FC St. Pauli könnte es für Riese schon zu mehr Spielzeit reichen. Zumal in Ognjen Gnjatic ein zentraler Mittelfeldspieler am Samstag (13.00 Uhr/Sky) aufgrund einer Gelb-Sperre fehlen wird.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal