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ADAC: Eigensicherung für Ersthelfer an erster Stelle

Quickborn  

ADAC: Eigensicherung für Ersthelfer an erster Stelle

06.04.2021, 14:57 Uhr | dpa

Helfer bei Verkehrsunfällen sollten nach Angaben von Polizei und ADAC zunächst an die eigene Sicherheit denken. "Als Ersthelfer muss die Eigensicherung immer an erster Stelle stehen", sagte der Sprecher des ADAC Hansa, Christian Hieff, am Dienstag. Die ersten Minuten nach einem Unfall seien immer sehr kritisch, da die Gefahr bestehe, dass weitere Autofahrer die Unfallstelle nicht sofort erkennen und nicht rechtzeitig zum Stehen kommen. "Es droht dann eine Kettenreaktion, in der die Folgeunfälle verhängnisvollere Auswirkungen haben als der eigentliche Auslöser der Karambolagen."

Am Montagabend war es auf der A7 bei Norderstedt (Kreis Segeberg) auf glatter Straße zu so einer Situation gekommen. Ein 18 Jahre alter Fahrer war bei schlechtem Wetter zu schnell unterwegs. Auf Höhe der Raststätte Holmmoor verlor er nach Angaben der Polizei die Kontrolle über seinen Wagen und krachte in die Mittelschutzplanke. Ein 64 Jahre alter Mann, der helfen wollte, wurde von einem anderen Auto erfasst und getötet. Die 26 Jahre alte Fahrerin des zweiten Unfallautos und drei Mitfahrer, darunter ein Baby, wurden schwer verletzt.

Zur Eigensicherung gehört nach Angaben des ADAC unter anderem, im sicheren Abstand zur Unfallstelle am äußersten rechten Fahrbahnrand anzuhalten und den Warnblinker einzuschalten. Mitfahrer sollen zur verkehrsabgewandten Seite aussteigen. Zum Aufstellen des Warndreiecks soll man dem Verkehr hinter der Leitplanke entgegengehen und andere Autofahrer mit Handzeichen warnen.

Um Verletzten zu helfen, sollten Ersthelfer nach Angaben des Landespolizeiamts nie auf die Fahrbahn laufen. Solange der Verkehr fließe, sei es die wichtigste Aufgabe, die Unfallstelle zu sichern, um weitere Unfälle zu vermeiden. Bis Einsatzkräfte am Unfallort eintreffen, sollten sich Ersthelfer hinter die Schutzplanke begeben. Wenn sich Verletzte dorthin begeben können, soll dort Erste Hilfe geleistet werden.

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