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Schnelltests für Schulen - GEW: Schulpläne entschlacken

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Schnelltests für Schulen - GEW: Schulpläne entschlacken

07.04.2021, 19:43 Uhr | dpa

Schnelltests für Schulen - GEW: Schulpläne entschlacken. Schnelltest

Ein Helfer verarbeitet eine Probe für einen Corona-Schnelltest. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Vertreter von Schüler-, Eltern- und Lehrerverbänden in Mecklenburg-Vorpommern haben zum Schulstart nach den Osterferien dazu aufgerufen, die Corona-Schnelltests umfassend zu nutzen. Mit deren Hilfe könnten Infektionen rasch erkannt, Ansteckungen unterbunden und Schulschließungen verhindert werden.

Es sei wichtig, dass für möglichst viele Kinder und Jugendliche wieder Präsenzunterricht ermöglicht werde, sagte der Vorsitzende des Landeselternrats, Kai Czerwinskie, am Mittwoch in einer Diskussionsrunde zur Schule unter Pandemiebedingungen. Dazu eingeladen hatte der Rundfunksender Ostseewelle. Am Donnerstag beginnt mit Ausnahme des Kreises Ludwigslust-Parchim im Nordosten wieder die Schule.

Laut Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) können Schüler zwei Mal pro Woche freiwillig einen Test machen. "Je mehr Tests, desto mehr Präsenzunterricht wird es an den Schulen geben", betonte sie. Czerwinskie verwies darauf, dass die Tests auch zu Hause vorgenommen werden können, um vor allem jüngeren Schülern die Angst zu nehmen und Stigmatisierungen zu verhindern.

Übereinstimmend sprachen sich die Diskussionsteilnehmer dagegen aus, das durch die Corona-Pandemie massiv beeinträchtigte Schuljahr komplett zu wiederholen. "Das wäre nicht fair gegenüber all jenen, die sich trotz der schwierigen Bedingungen sehr angestrengt haben", sagte Anton Fischer vom Landesschülerrat. Ministerin Martin betonte, dass jeder, der es wolle, das Schuljahr wiederholen könne. Doch werde das Land auch zusätzliches Geld für Nachhilfe und Lernkurse in den Ferien bereitstellen.

Maik Walm, Vorsitzender der Erziehungsgewerkschaft GEW, plädierte für zusätzliche Lernangebote an den Schulen, um den Zugang zu erleichtern und die Freizeit der Schüler nicht zu sehr einzuschränken. Als Konsequenz aus den Erfahrungen mit der Stoffvermittlung unter Pandemiebedingungen forderte er, die Rahmenpläne zu entschlacken. Wichtig sei, den Kindern Fähigkeiten zu vermitteln, sich in der Welt zurechtzufinden und selbstständig Wissen anzueignen. Zudem gelte es, die in der Pandemie offenkundig gewordenen Defizite in der Ausstattung der Schulen rasch zu beheben.

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