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Erster Spargel gestochen: Investor für Kutzleben

Kutzleben  

Erster Spargel gestochen: Investor für Kutzleben

08.04.2021, 11:30 Uhr | dpa

Erster Spargel gestochen: Investor für Kutzleben. Spargelernte

Ein Spargelbauer hält auf seinem Spargelfeld Spargel in der Hand. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Mit dem Erntestart im Spargelhof Kutzleben (Unstrut-Hainich-Kreis) hat trotz Kälte die diesjährige Spargelsaison in Thüringen begonnen. "Wir haben trotzdem Wachstum - wenn auch reduzierter", sagte Geschäftsführer Jan-Niclas Imholze beim ersten Spargelstechen am Donnerstag. Wichtig seien vor allem die Sonnenstunden - und die habe es zwischen Schnee und eisigem Wind gegeben. Nach einem schwierigen Jahr 2020, das Kutzleben als einen der größten Spargelanbauer in Thüringen in finanzielle Schieflage gebracht hatte, gibt es nun eine Perspektive für den Betrieb.

Eine Gläubigerversammlung am Donnerstag habe den Einstieg eines Investors gebilligt, sagte der Erfurter Rechtsanwalt Rolf Rombach, der den Spargelhof Kutzleben während der Sanierung seit 2020 begleitete. "Die Ernte 2021 ist damit gesichert." Zu Details wollte sich Rombach noch nicht äußern; es sei eine gemeinsame Erklärung mit dem Investor geplant, sagte er. Der Betrieb in Kutzleben absolviert ein Insolvenzverfahren in Eigenregie.

Auch andernorts beginne jetzt die Spargelernte, so der Geschäftsführer des Verbands der Ostdeutschen Spargel- und Beerenobstanbauer (Vosba), Jürgen Schulze. "Das geht jetzt gerade aktuell los und kann sich stündlich ändern." Der Spargel wachse aufgrund des kalten Wetters zwar langsamer, mit laueren Temperaturen am Wochenende sollten aber mehr und mehr Höfe nachziehen können.

Mit einer Fläche von rund 160 Hektar gehört Kutzleben zu den größten Spargelproduzenten in Thüringen, die vor allem im Unstrut-Hainich-Kreis sowie in Ostthüringen Flächen bewirtschaften. Der Spargelhof erntet nach eigenen Angaben jährlich bis zu 900 Tonnen des Edelgemüses.

Im vergangenen Jahr hatten fehlende Erntehelfer wegen der Corona-Pandemie sowie Absatzschwierigkeiten den Thüringer Spargelbauern Probleme gemacht. Rund 15 Prozent der im Ertrag stehenden Spargelfläche konnten nach Angaben des Statistischen Landesamts nicht abgeerntet werden. Insgesamt hatte die Anbaufläche für Spargel im vergangenen Jahr 258 Hektar betragen.

Rund 1740 Tonnen des Stangengemüses waren zwischen April und Ende Juni gestochen worden. Das waren rund 600 Tonnen weniger als im langjährigen Mittel der Jahre 2014 bis 2019. Thüringen ist im bundesweiten Vergleich ein kleines Spargelanbaugebiet.

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