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Abgeordneter kritisiert Aufarbeitung des Moorbrandes

Meppen  

Abgeordneter kritisiert Aufarbeitung des Moorbrandes

11.04.2021, 10:22 Uhr | dpa

Abgeordneter kritisiert Aufarbeitung des Moorbrandes. Aufarbeitung von Moorbrand auf Übungsgelände der Bundeswehr

Rauchwolken steigen beim Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) auf. Foto: Lars Schröer/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Zweieinhalb Jahre nach einem großen Moorbrand auf einem Bundeswehrgelände bei Meppen hat der Lingener FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Beeck Kritik an der schleppenden Aufarbeitung durch den Bund geübt. Aus einer aktuellen Kleinen Anfrage seiner Fraktion an die Bundesregierung gehe hervor, dass eine vollständige und uneingeschränkte Wiederaufnahme des Schieß- und Erprobungsbetriebes immer noch nicht möglich sei, teilte Beeck mit. Vor allem kritisierte er, dass es nach Auskunft des Bundes noch nicht möglich war, zwei Löschraupen zu beschaffen. "Die Bundeswehr bewegt sich hier im Schneckentempo", sagte Beeck. Zuerst hatte die "Meppener Tagespost" darüber berichtet.

In der Antwort des Bundesverteidigungsministeriums an die FDP heißt es, dass es auf zwei Vergabeverfahren für die Anschaffung der beiden Löschraupen keine Angebote gegeben habe. Ein drittes Vergabeverfahren sei nun eröffnet worden. "Mit der Lieferung der beiden Löschraupen ist nicht vor Ende des Jahres 2021 zu rechnen", heißt es in der Antwort des Verteidigungsministeriums.

Die beiden für das Moorgebiet geeigneten Löschraupen seien für die Wiederaufnahme des Betriebs erforderlich und eigentlich schon für 2020 geplant gewesen. "Auch die personelle Verstärkung ist nicht abgeschlossen und die geplanten zusätzlichen zehn Tiefbohrbrunnen sind - zweieinhalb Jahre nach dem Brandereignis - noch nicht fertig gestellt", kritisierte Beeck. Dies werde der großen Bedeutung des Technologiezentrums der Bundeswehr für Waffen und Munition nicht wirklich gerecht.

Anfang September 2018 war bei einem Waffentest ein Moorbrand ausgebrochen, den die Bundeswehr mehr als einen Monat lang nicht löschen konnte. Das Feuer hatte sich wegen nicht einsatzfähiger Löschraupen so stark ausgebreitet. Der Rauch war über weite Teile Nordwestdeutschlands gezogen und auch auf Satellitenaufnahmen aus dem Weltall zu sehen. Zeitweise herrschte in den angrenzenden Gemeinden Katastrophenalarm. Der Schießbetrieb soll nun in mehreren Phasen wieder aufgenommen werden.

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